Auch die Omas müssen bald an die Urne!

Anna Berning und Simon Gerling engagieren sich seit vielen Jahren in der Emsdettener Pfarrei St. Pankratius. Am 11. und 12. November kandidieren sie erstmals für den Pfarreirat. Foto: Bischöfliche Pressestelle / Gudrun Niewöhner

Emsdetten

Emsdetten (pbm/gun). So ein bisschen Wahlwerbung wollen sie schon machen. Die Omas müssen natürlich genauso wie die Eltern und Freunde ihre Stimmen abgeben. „Dazu werden wir sie schon motivieren!“, sagen Anna Berning und Simon Gerling und müssen bei dem Gedanken selbst ein wenig schmunzeln.

Ihre Bereitschaft, für den Pfarreirat von St. Pankratius zu kandidieren, nehmen die beiden Emsdettener hingegen sehr ernst. Die 25-Jährige und der 27-Jährige sind Messdienerleiter und organisieren die Sommerfreizeit mit. Vorausgesetzt, sie werden am zweiten November-Wochenende (11. und 12. November) gewählt, wollen sie sich im Pfarreirat besonders für die Interessen der Jugendlichen einsetzen.

Lange überlegen mussten beide nicht, als Kaplan Bernd Egger sie vor einigen Wochen gefragt hat, ob sie sich eine Kandidatur vorstellen könnten. Simon Gerling kann eine klassische Kirchenkarriere vorweisen: „Ich bin seit Kindertagen Messdiener, fahre als Betreuer mit ins Ferienlager und mache auch sonst viel in der Gemeinde.“ Sich im Pfarreirat als kirchliches Entscheidungsgremium einzubringen, war für den fast fertigen Studenten der Sozialen Arbeit logische Konsequenz. Ähnlich geht es Anna Berning.

Auch für die Personalsachbearbeiterin in einem münsterschen Unternehmen war schnell klar, dass sie sich ein weiteres Engagement vorstellen kann. Dafür opfert sie gerne einen Teil ihrer Freizeit – wobei sie selbst das gar nicht als „Opfer“ sieht. „Es macht mir Spaß, mich gemeinsam mit anderen für etwas stark zu machen“, sagt sie.

Kaplan Egger hat beiden genau erklärt, was bei einer Wahl an Arbeit auf sie zukommen wird. Das Laiengremium berät mit dem leitenden Pfarrer und dem Seelsorgeteam in Zusammenarbeit mit dem Kirchenvorstand die pastoralen Herausforderungen und Handlungsspielräume in der Pfarrei. Zudem benennt es Leitlinien, Schwerpunkte und Ziele. Kurzum: Der Pfarreirat, so steht es in den Statuten, trägt Sorge für das kirchliche Leben vor Ort.

All diese vielen Aufgaben haben sie nicht abgeschreckt, im Gegenteil, Anna Berning und Simon Gerling freuen sich darauf, mitzumischen. Dabei sehen sie sich nicht nur als mögliche Vertreter der Messdienerschaft: „Wir wollen Bindeglieder zu allen Jugendgruppen in der Pfarrei sein und als Entscheidungsträger auch eigene Anliegen voranbringen.“

In der Vergangenheit, das wissen sie aus eigener Erfahrung, habe es oftmals zu wenig Kommunikation mit dem Pfarreirat gegeben: „Uns fehlte ein konkreter Ansprechpartner.“ Das soll nach dem Wahlwochenende anders werden.

 
 
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