DLRG braucht neues Boot

Das alte Boot wird geslippt und so bei Bisping zu Wasser gelassen. Foto: DLRG

Emsdetten

Emsdetten. Rettungsbootsführer und Wasserretter der DLRG OG Emsdetten e.V. haben jetzt nach Absprache mit dem Kreis Steinfurt eine Kontrollfahrt auf der Ems unternommen. Ziel war es, unter anderem zu kontrollieren, ob nach dem letzten Hochwasser eventuelle Schäden im Uferbereich festzustellen sind.

Da außerdem am 13. Januar (Samstag) das traditionelle Neujahrsschwimmen der DLRG Emsdetten stattfindet, konnte so auch die Schwimmstrecke noch einmal vom Wasser aus begutachtet werden. Bei der Übung hat sich gezeigt: Die Kontrollfahrt war nur möglich, weil Transporter und Boot über einen zusätzlichen Traktor abgesichert wurden, der beim Ein- und Rauslassen des Bootes hätte helfen können. 

Mittlerweile seien das Einsatzboot und der dazugehörige Transporter der Ortsgruppe schon sehr in die Jahre gekommen. „Der Transporter sollte über Allrad verfügen“, sagt Olaf Bekemeier, der verantwortliche Referent für das Bootswesen in der Ortsgruppe, „und das Boot muss hochwassertauglich sein.“

Während der Übung auf der Ems wurde erneut deutlich, dass auf das Material nicht mehr vollends Verlass ist, weshalb ein Traktor beim Einlassen und Rausholen des Bootes im Notfall hätte unterstützen müssen: „Der Boden am Ufer ist durch Regenwetter aufgeweicht. Der Heckantrieb hätte dadurch steckenbleiben können“, so Bekemeier weiter.

Bei künftigen Übungen und vor allem bei Einsätzen möchte die DLRG gerne ohne Traktor auskommen.

110.000 Euro sind nötig

„Im Ernstfall ist vernünftiges Einsatzmaterial unerlässlich. Da können unsere Kollegen noch so gut ausgebildet sein und mit noch so viel Enthusiasmus bei der Sache sein. Wenn die Räder durchdrehen und das Boot nicht zu Wasser kommt, können wir nur zuschauen“, so Frank Tubbesing, 1. Vorsitzender der DLRG Emsdetten.

„Wir sind in Emsdetten und über die Stadtgrenze hinaus mehr für unsere schwimmerischen Leistungen im Pool bekannt. Dabei sind wir schon seit 14 Jahren über den DLRG Landesverband Westfalen auch aktiv in den Katastrophenschutz des Landes NRW und damit auch regional im Kreis Steinfurt eingebunden. Wir stehen auf Abruf für Einsätze in den Gewässern der Umgebung oder bei Hochwassern bereit.“

Dies geschehe alles ehrenamtlich mit vielen Stunden Training, Übungsfahrten und überregional organisierten Rettungsübungen.

Ein Drittel der benötigten Summe von rund 110.000 Euro kann die Ortsgruppe aus eigenen Mitteln aufbringen. Mit der Stadt liefen zudem Gespräche zum Thema „Unterstützung“. „Es gibt laut Aussage der Verwaltung aber keine rechtliche Verpflichtung, uns zu unterstützen. Im Hauptausschuss hat unser Antrag keine Mehrheit gefunden. Wir schauen nach vorne und sind für Unterstützung aus jeder Richtung dankbar“, sagt Tubbesing.

Ein Traktor stand bereit, um beim Einlassen und Rausholen des Bootes zu unterstützen. Foto: DLRG

 
 
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