Neue Hofkapelle Osnabrück in der Mauritiuskirche

Die Neue Hofkapelle Osnabrück ist zu Gast in der Mauritiuskirche. Foto: Veranstalter

Ibbenbüren

Ibbenbüren. Das Kammerorchester „Neue Hofkapelle Osnabrück“ spielt am 1. Advent (3. Dezember) um 17 Uhr als Partnerensemble beim Konzert des Kammerchores in der Mauritiuskirche. Dieses Ensemble wurde 2015 von Christian Heinecke gegründet und besteht aus Berufsmusikerinnen und -musikern aus Osnabrück und Umgebung. 

Die Mitglieder der Neuen Hofkapelle Osnabrück knüpfen an die Tradition der „alten“ Hofkapelle an, die als Ensemble mit vielfältigen musikalischen Aktivitäten das kulturelle Leben im Schloss während der Residenz des Fürstbischofs Ernst August I. gegen Ende des 18. Jahrhunderts bereicherte.

Die Neue Hofkapelle Osnabrück hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Tradition wieder aufleben zu lassen und wird dafür Werke der Barockzeit in einer lebendigen und erfrischenden Weise erklingen lassen. Neben der fundierten Auseinandersetzung mit werkgetreuer Aufführungspraxis steht die Begeisterung für die Großartigkeit der Barockmusik im Vordergrund.

So erklingen im Adventskonzert in einer zehnköpfigen Streicherbesetzung mit Cembalo (Prof. Schmoll) zwei mehrsätzige Concerti Grossi des Italieners Francesco Geminiani, der 1687 in Lucca geboren, seine Ausbildung bei Corelli und Alessandro Scarlatti genoss und sowohl als Geiger wie auch als Komponist und Musikwissenschaftler in Neapel und Lucca tätig war. Reisen als Virtuose führten ihn bis nach England und Irland. Mit der Herausgabe der Concerti Grossi 1733 setzte er sich „an die Spitze aller damals lebenden Meister“.

Als weiteren Komponisten wird das Ensemble eine Chaconne à 6 von Guiseppe Brescianello aufführen, der, 1690 in Bologna geboren, als Geiger am Hof des bayerischen Kurfürsten in München wirkte und danach nach Stuttgart wechselte, wo er die Position des Oberkapellmeisters am württembergischen Hof innehatte.

Der Kammerchor der Musikschule unter der Leitung von Eva Bachmann wird in diesem Konzert „Luthers Weihnacht im Wandel der Zeit“ gestalten, ausgehend von Kompositionen aus Luthers Zeiten über verschiedene spätere Vertonungen von Luther’schen Texten oder Liedern, durch alle Epochen hindurch bis zur Uraufführung der Weihnachtsmotette von Erich Stoffers, die, ganz in der historischen Tradition der Vertonung von Bibeltexten stehend, in reizvoller neuer Tonsprache dem Kammerchor „auf den Leib geschrieben“ wurde. Karten (auch als Familienkarte) gibt es an der Abendkasse.

 
 
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