Heizspiegel hilft, eigene Kosten zu überprüfen

Hans-Josef Schulte, Umweltschutzbeauftragter der Stadt Ibbenbüren, empfiehlt den Verbrauchsabgleich per Heizspiegel. Foto: Stadt Ibbenbüren / Lore Schürmann

Ibbenbüren

Ibbenbüren. Zu verschenken hat ja niemand etwas. In der kalten Jahreszeit sollte man deswegen auch eiskalt durchrechnen. Er ist das passende Hilfswerkzeug dazu: Der aktuelle deutschlandweite Heizspiegel ist ab sofort als kostenlose Broschüre im Foyer des Ibbenbürener Rathauses erhältlich.

Der Heizspiegel 2017 zeigt, ob die zuletzt für wohlige Wärme gezahlten Beträge im Durchschnitt lagen oder überhöht waren. Eigentümer und Mieter können die Zahlen ihrer aktuellen Heizkostenabrechnung mit den Werten des Heizspiegels vergleichen und so ihr Wohngebäude bewerten. So können schnell und unkompliziert Gebäude mit hohem Heiz­energieverbrauch identifiziert werden.

Im Heizspiegel sind Vergleichswerte zu Heiz­energieverbrauch, Heizkosten und CO2-Emissionen für das Abrechnungsjahr 2016 zu finden – getrennt nach den Energieträgern Erdgas, Heizöl und Fernwärme. Darüber hinaus bietet der Heizspiegel eine Sammlung von Tipps, wie man in den eigenen vier Wänden Energie sparen kann. Das Portemonnaie freut sich schon…

550 Euro bis 1.170 Euro – das war 2016 die Spanne bei den Heizkosten einer durchschnittlichen, 70 Quadratmeter großen Vergleichswohnung in einem Mehrfamilienhaus. Im Schnitt lagen die Kosten bei 800 Euro. Hauptgrund für die großen Unterschiede ist der energetische Zustand der Gebäude. Die Heizkosten sind dabei 2016 in Deutschland im Schnitt noch einmal gesunken.

Das lag vor allem an den niedrigeren Energiepreisen. Aber schon für 2017 deutet sich eine Trendwende an. Vor allem Bewohner von ölbeheizten Häusern müssen aufgrund steigender Preise mit voraussichtlich zehn Prozent Mehrkosten rechnen. In Häusern mit Erdgas- und Fernwärmeheizung dürften die Kosten moderat steigen.

„Mit dem Heizspiegel lassen sich die eigenen Sparpotenziale erkennen und nutzen“, erklärt Hans-Josef Schulte, Umweltbeauftragter der Stadt Ibbenbüren. „Das gilt übrigens auch für Mieter: Sie haben zwar meist wenig Einfluss auf den Sanierungsstand des Hauses – sie können ihre Heizkosten aber häufig durch ein optimiertes Nutzerverhalten senken. Und das, ohne auf Komfort zu verzichten!“

Der städtische Umweltfachmann empfiehlt, nach der Verbrauchseinstufung mit Hilfe des Heizspiegels auch eine Energieberatung anzuvisieren. Diese bietet unter anderem die Verbraucherzentrale NRW regelmäßig im Ibbenbürener Rathaus an. Infos hierzu erhalten interessierte Ibbenbürener in der Stadtverwaltung unter Telefon 05451 / 931-999 (Hans-Josef Schulte).

Dort ist auch eine Anmeldung zum Energiesprechtag der Verbraucherzentrale im Ibbenbürener Rathaus möglich.

Seit 2005 liefert der deutschlandweite Heizspiegel jährlich aktualisierte Vergleichswerte für zentral beheizte Wohngebäude.

Erstellt wird er von der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online im Auftrag des Bundesumweltministeriums und in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Mieterbund e.V.

Für den Heizspiegel 2017 wurden rund 60.000 Gebäudedaten solcher Wohngebäude aus ganz Deutschland ausgewertet.

 
 
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