Drei Schulen, zwei Nationen – ein Projekt

Sich gegenseitiges Vertrauen zu schenken und Aufgaben zu lösen standen im Vordergrund des VHS-Projektes. Fotos: VHS

Lengerich

Lengerich. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft zwischen Warta in Polen und Lengerich beteiligten sich auch zwei Schülergruppen an der Fortsetzung und Intensivierung des Austauschgedankens der Partnerschaftsvereine. 

Die Idee entstand, als im vergangenen Jahr eine Delegation aus Polen zu Gast war, um erste Planungen für das große Jubiläum anzugehen. „Nachhaltig, mehrgenerational und kreativ“, mit diesen Adjektiven starteten wir eine erste Ideenfindung zum Gemeinschaftsprojekt“, erläuterte VHS-Direktorin Angelika Weide, denn der VHS Lengerich, speziell dem Fachbereich „Junge VHS“, stehen für bilaterale Projekte Fördermittel zur Verfügung. 

„Wir entschlossen uns Schülern und Schülerinnen beider Nationen eine Werkaufgabe an die Hand zu geben, mit der Zielsetzung der Sensibilisierung zur Thematik ‚„Heimat und Region‘“, ergänzt Fachbereichsleiter Jendrik Peters. Der Plan ging auf. Beide Schulen akquirierten Schüler diverser Altersgruppen, die einfach nur aus Lust am Thema, mit Kameras ausgestattet, das Umland durchstreiften und wunderbare Fotocollagen erstellten“, berichtet Christiane Uden, Pädagogin am Hannah-Arendt-Gymnasium (HAG).

„Dem Gymnasium in Warta erging es ähnlich“, bestätigte Schulleiterin Urszula Pietrzak. Die Vorfreude auf die große Fahrt und die Begegnungen wuchs und mündete dann in einem ereignisreichen und erlebnispädagogischen Austauschprogramm, mit dem Schwerpunkt außerschulische Jugendbildung zu den Themen „Regionalität und Entwicklungspotential“.

Zunächst ging es für die 13 polnischen und neun deutschen Schülerinnen und Schüler am Freitag hoch hinaus. Ziel war die Evangelische Jugendbildungsstätte Tecklenburg, wo in zwei Gruppen erst an der hauseigenen Kletterwand geklettert und anschließend verschiedene Rätsel beim Geocachen im Wald gelöst wurden.

Besonders beim Klettern kam es für die Teilnehmer darauf an, sich gegenseitig zu sichern und Vertrauen zu schenken. Am Samstag stand zunächst eine Stadtbesichtigung der Friedensstadt Münster an, auf die dann ein Schnuppersegelkursus folgte. Auch hier forderten Kooperations- und Kommunikationskompetenz den jungen Menschen einiges ab.

Sichtlich erschöpft aber zufrieden präsentierten dann am Abend beide Schülergruppen ihre kunstvoll gestalteten Collagen. Ganz zur Begeisterung der Erwachsenen-Delegation. Den ganzen Abend über flanierten deutsche und polnische Vereinsmitglieder entlang der Fotoausstellung und suchten den regional-historischen Austausch miteinander.

Dass da etwas mehr draus wachsen kann waren sich die Schulleitungen Angelika Heitmann, Bürgermeister Möhrke, viele Vereinsmitglieder und Ula Pietrzak schnell einig. Den Schülern war dies schon lange klar, strompostalische waren Adressen, Fotos und Nummern längst gespeichert.

 
 
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