Auf Balkantour mit den Eisenbahnfreunden

Unter dem Titel „Eisenbahnen auf dem Balkan“ laden die Eisenbahnfreunde Lengerich am 19. Oktober ins alte Stellwerk nach Lengerich ein. Fotos: Eisenbahnfreunde

Lengerich

Lengerich. Die Eisenbahnfreunde Lengerich bieten auch in diesem Winterhalbjahr wieder eine bunte Palette interessanter Eisenbahn-Vorträge. Los geht‘s mit der virtuellen Balkantour am 19. Oktober (Donnerstag) um 19 Uhr im alten Stellwerk an der Lienener Straße in Lengerich.

Der ehemalige Raum für die Signal- und Weichengewichte im Erdgeschoss des Gebäudes dient heute als Tagungs- und Vorführraum. Auf einer großen Leinwand werden dort die Vorträge mittels Beamer präsentiert. In diesem Jahr macht Gerd Hahn den Aufschlag und beginnt mit einem ganz aktuellen Bericht über die Eisenbahnen auf dem Balkan. Seine Reise mit dem Pkw führte von Slowenien, Kroatien, Montenegro, Albanien bis nach Mazedonien. Von dort ging es durch den Kosovo und Bosnien-Herzegowina wieder über Kroatien zurück zum Ausgangspunkt in Slowenien.

Fotostopps an zahlreichen Bahnstrecken und Bahnhöfen unterwegs dokumentieren ein buntes Eisenbahn-Bild, wie es heute auf dem Balkan anzutreffen ist. Moderne Fahrzeuge dort zeugen vom Umbruch der Bahn in vielen dieser Länder. Aber auch zahlreiche Altbau-Fahrzeuge zeigen noch immer Zeitgeschehen aus hier längst vergangenen Tagen.

Die interessante Landschaft, verschlafene Landbahnhöfe, hohe Minarette und ungewohnte Zugkompositionen spiegeln die Reise wider und dürften viele Betrachter schon im Vorfeld neugierig machen. Eisenbahn-Interessierte werden dabei manche Rarität zu sehen bekommen. So traf Gerd Hahn noch auf alte Dieselloks in Albanien, die einst bei der Deutschen Bundesbahn Dienst taten.

Im Kosovo waren noch NOHAB Lokomotiven im Personenzug-Dienst zu bewundern. Der Schnellzugverkehr mit einem Wagen im Grenzverkehr von Mazedonien in den Kosovo gehört ebenso zu der Dokumentation wie moderne und alte Triebwagen im Hauptbahnhof von Skopje. Auch der Grenzverkehr zu Serbien wurde andernorts zielgerichtet fotografiert. Natürlich gab es bei dieser Reise auch manche zuvor ungeahnte Überraschung. So musste zum Beispiel das Auto an der Grenze zum Kosovo neu versichert werden, weil die grüne Versicherungskarte dort keine Gültigkeit besaß.

Kleine Anekdoten wie diese gehören mit zum Vortrag und dürften ihn eben auch für Gäste sehr interessant machen. Wer fährt schon mit dem Auto durch diese Länder und fotografiert dort die Eisenbahn. Da muss man schon ein wenig verrückt sein. Aber dazu steht Gerd Hahn, der sein Hobby eben auch aktiv lebt.

Museumszug des Bergwerks unter Dampf in Banovici. Foto: Eisenbahnfreunde

 
 
Werbung