Ponys füttern verboten!

Hätten Martina Zeblin und Klaus Röttger die auf der Weide am Aldruper Damm entsorgten Brötchen nicht rechtzeitig gefunden, dann wären ihre beiden Ponys Max und Kobold wohl qualvoll verendet.Fotos: Bettina Stockhausen-Rolek

Lengerich

Lengerich (bsr). Martina Zeblin und ihr Lebensgefährte Klaus Röttger aus Lengerich können es immer noch nicht fassen: Am 30. November gegen 16 Uhr warf eine ihnen unbekannte Person über 50 alte Brötchen auf die Pferdewiese, auf denen ihre aus dem Tierschutz geretteten Shetland-Ponys Max und Kobold standen, und mit dieser verantwortungslosen Aktion einen möglichen, qualvollen Tod der Tiere in Kauf nahm.  

 

 

In einem Wäschekorb aufbewahrt zeigen Martina Zeblin und Klaus Röttger der „Wir in Lengerich“ die „übrig gebliebenen“ Brötchen, die ein äußerst verantwortungsloser Mensch am 30. November gegen 16 Uhr einfach über den Zaun der Ponywiese warf.

„Wie viele der Bötchen unsere Ponys schon gefuttert haben, wissen wir nicht, aber als wir die Brötchen gefunden haben, waren es noch 50“, schüttelt Martina Zeblin immer noch ungläubig den Kopf. Dabei steht auf relativ großen Schildern, für jeden Menschen ersichtlich, dass die Fütterung nicht nur verboten, sondern auch lebensbedrohlich für die Tiere sein kann.

Vor drei Jahren gab es schon mal einen ähnlichen Vorfall, der für das damalige Pony Moritz mit einer schweren Kolik endete, an der es auch verstarb. Von diesem traurigen Vorfall gewarnt, hängten die Tierfreunde an den Holzpfählen rund um die Weide mehrere Schilder auf, auf denen steht, dass das Füttern der Tiere verboten ist. „Trotzdem werden die Schilder missachtet und irgendwelche Menschen füttern trotzdem unsere Ponys oder werfen diverse Lebensmittel einfach über den Zaun“, ist Martina Zeblin sauer.

„Sollen die Leute doch ihren Biomüll woanders entsorgen, aber nicht auf unserer Ponywiese“, entrüstet sich Klaus Röttger. „Wir haben die Tiere aus schlechten Verhältnissen gerettet, damit sie es bei uns gut haben, und dann passiert so etwas.“ Recht hat er! Die Ponys sind wohl genährt und werden ausschließlich von ihren Besitzern gefüttert.

Damit Shetty Max, der schon 35 Jahre alt ist, und sein Pferdekumpel Kobold (19 Jahre) ihr Leben bei ihren Besitzern auch weiterhin genießen können:

Bitte füttern Sie keine fremden Ponys oder Pferde – dies wohl auch im Namen der meisten Pferdebesitzer. Sie werden es Ihnen danken.

Dieses Schild ist ebenfalls am Zaunpfahl der Ponywiese angebracht und warnt ausdrücklich vor den Gefahren. Deutlicher geht es wohl nicht mehr.

 
 
Werbung