Schüler als Firmenbosse

Erfolgreich als Jungunternehmer im Wirtschaftsplanspiel MIG: Schülerinnen und Schüler des Hannah-Arendt-Gymnasiums Lengerich. Foto: Julia Schröder / HAG

Lengerich

Lengerich. Schülerinnen und Schüler des Hannah-Arendt-Gymnasiums sammelten eine Woche lang Erfahrungen als Unternehmer. Sie nahmen am „Management Information Game“ (MIG), einem Planspiel des Industriellen Arbeitgeberverband Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim e. V. in Kooperation mit dem Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft, teil.

Für eine Woche sind 13 Oberstufenschülerinnen und sechs Oberstufenschüler der Jahrgangsstufe 11 des Hannah-Arendt-Gymnasiums in die Rolle von engagierten Jungunternehmern geschlüpft. Als Vorstände von fiktiven konkurrierenden Aktiengesellschaften mussten sie beim Management Information Game (MIG) zahlreiche Entscheidungen treffen. In der Rolle von Vorstandsmitgliedern der fiktiven „MBL AG“, der „O’cea AG“ und der „X-sports AG“ stell-ten sie sich die Aufgabe, als Hersteller von Brillen auf dem Planspielmarkt zu bestehen. 

Für die Durchführung öffnete fünf Tage lang die Bischof + Klein SE & Co. KG ihre Türen, stellte den Teilnehmern Räume zur Verfügung und sorgte für die Verpflegung. Für die Finanzierung des Spiels beziehungsweise den Input in Form von wirtschaftlichen Fachvorträgen engagierten sich neben dem Gastgeber die B. Lewedag GmbH & Co. KG, die Helios Klinik Lengerich, die Schöppner Deske Prigge Steuerberatungsgesellschaft mbH, die Stadtsparkasse Lengerich, die VR-Bank Kreis Steinfurt eG, die Wagener & Co. GmbH, die Windmöller & Hölscher Academy GmbH und die Windmöller & Hölscher KG. Unterstützung leistete auch der Förderkreis des Hannah-Arendt-Gymnasiums.

Eine Woche lang erlebten die Jungunternehmer jeden Tag bis zu zehn Stunden Wirtschaft hautnah. In mehreren Spielrunden mussten sie täglich mehr als 75 Einzelentscheidungen zu Produktion, Absatz, Einkauf, Finanzen und Personal treffen und immer wieder auf verändernde Marktumstände reagieren. Den öffentlichkeitswirksamen Höhepunkt bildete der Donnerstagnachmittag: Jede Gruppe präsentierte vor eingeladenen Gästen aus Schule und Wirtschaft eine neuartige Brille einschließlich Marketingkonzept.

Durchsetzen konnte sich nach einer Abstimmung die Brille der MBL (Medizinische Brillen Lengerich) AG, die eine Rot-Grün-Sehschwäche ausgleichen kann. Durch eine sehr anschauliche Präsentation samt emotionalem Imagefilm und gutem Marketingkonzept konnte die Gruppe am meisten überzeugen.

Auf den Plätzen zwei und drei folgten die O’cea AG und die X-sports AG. Auch durch die große Anzahl der anwesenden Vertreter der Lengericher Unternehmen an diesem Tag und das Engagement vor und während der Woche, um zum 11. Mal MIG für das Gymnasium möglich zu machen, wurde die Bedeutung der Kooperation zwischen Wirtschaft und Schule deutlich für eine gewinnbringende Zusammenarbeit.
Eine MIG-Teilnehmerin fasst rückblickend zusammen: „Mir hat die Planspielwoche gut gefallen. Da macht man Erfahrungen fürs Leben.“

 
 
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