Eierskandal weitet sich aus

Die Stempelnummer findet sich aufgedruckt auf den Eiern. Die Kennzeichnung „DE“, der Ländercode, weist hier zum Beispiel darauf hin, dass dieses Ei in Deutschland gelegt wurde. Die Nummer vor dem Ländercode weist auf die Haltung der Hühner hin. Die „0“ steht für einen Biobetrieb, eine „1“ für Freilandhaltung, eine „2“ für Bodenhaltung und eine „3“ für Käfighaltung. Die Zahlenfolge hinter dem Ländercode indentifiziert den Betrieb, aus dem dieses Ei stammt. Foto: BMK Wikimedia / wikimedia.org / CC BY-SA 3.0

Überregional

Kreis Steinfurt/Borken. Es wurden weitere Betriebe ermittelt, die mit dem Biozid Fipronil belastete Eier in den Handel gebracht haben.

Update vom 4. August 2017: Die Stempelaufdrucke der belasteten Eier lauten: 

0-NL 4392501
0-NL 4385501
1-NL 4128604
1-NL 4286001
2-NL-4322402
1-NL-4322401
0-NL-4170101
1-NL-4339301
1-NL-4385701
1-NL-4331901

Weitere Chargen sind belastet, können aber von erwachsenen Personen, nicht aber von Kleinkindern verzehrt werden:

X-NL 40004XX
X-NL 40709XX
X-NL 40050XX
X-NL 41176XX
X-NL 40173XX
X-NL 41205XX
X-NL 40309XX
X-NL 41261XX
X-NL 40385XX
X-NL 41435XX
X-NL 40446XX
X-NL 41437XX
X-NL 40494XX
X-NL 41649XX
X-NL 40534XX
X-NL 41679XX
X-NL 40554XX
X-NL 42037XX
X-NL 40567XX
X-NL 42068XX
X-NL 42071XX
X-NL 42864XX
X-NL 42206XX
X-NL 42894XX
X-NL 42395XX
X-NL 42987XX
X-NL 42568XX
X-NL 42995XX
X-NL 42635XX
X-NL 43100XX
X-NL 42659XX
X-NL 43113XX
X-NL 42736XX
X-NL 43154XX
X-NL 42766XX
X-NL 43224XX
X-NL 42775XX
X-NL 43326XX
X-NL 42858XX
X-NL 43345XX
X-NL 43425XX
X-NL 43835XX
X-NL 43434XX
X-NL 43872XX
X-NL 43476XX
X-NL 43879XX
X-NL 43501XX
X-NL 43925XX
X-NL 43514XX
X-NL 43943XX
X-NL 43526XX
X-NL 43998XX
X-NL 43640XX
X-NL 44023XX
X-NL 43657XX
X-NL 46351XX
X-NL 43665XX
X-NL 43780XX

Die Zahl der niederländischen Betriebe, in denen belastete Eier gefunden wurden, liegt weitaus höher. Der Verzehr von Eiern aus diesen Betrieben gilt als relativ unbedenklich, da die Belastungen sehr gering sind. Eine Übersicht über diese Betriebe finden Sie hier: https://www.nvwa.nl/onderwerpen/biociden/fipronil-in-eieren/lijst-met-eicodes-waarvan-de-nvwa-adviseert-ze-niet-te-eten .

Verbraucherinnen und Verbraucher sollten den Stempelaufdruck ihrer Eier kontrollieren. Sollte es sich um Eier mit dem genannten Stempelaufdruck handeln, werden die Verbraucherinnen und Verbraucher gebeten, diese Eier nicht zu verzehren, sondern über den Restmüll zu entsorgen.

Nach der aktuellen Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) sind bei Gehalten bis 0,72 mg/kg Fipronil-Rückständen im Ei keine gesundheitlichen Risiken zu erwarten. Bei Kleinkindern ist vorsorglich auch von einem Verzehr von belasteten Eiern mit niedrigeren Werten abzusehen.
Fipronil ist ein Phenylpyrazol und wird vielfach als Pflanzenschutzmittel und Biozid genutzt. In der Tiermedizin wird es als Mittel gegen Flöhe und Zecken bei Hunden und Katzen eingesetzt. Die Anwendung bei lebensmittelliefernden Tieren ist nicht erlaubt. Da der Stoff Fipronil nicht in Bereichen der Erzeugung von Lebensmitteln eingesetzt werden darf, müssen alle damit belasteten Erzeugnisse aus dem Verkehr genommen werden.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betrachtet Fipronil für den Menschen als "mäßig giftig". In großen Mengen kann es Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Schwindel und epileptische Anfälle
hervorrufen.

 

 
 
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