Macht und Pracht

Foto: Heribert Schwarthoff

Überregional

Am morgigen Sonntag lädt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bundesweit zum Tag des offenen Denkmals ein. In fachkundigen Führungen berichten Denkmalpfleger an konkreten Beispielen über die Aufgaben und Tätigkeiten des Denkmalschutzes.

Archäologen, Restauratoren und Handwerker demonstrieren Arbeitsweisen und -techniken und lenken den Blick auf Details, die einem ungeschulten Auge verborgen bleiben. Im Schloss in Burgsteinfurt wird zum Beispiel eine Führung unter architektonischen Gesichtpunkten angeboten. 

Kulturelles Erbe in vielen Facetten

Archäologen, Restauratoren und Handwerker demonstrieren Arbeitsweisen und -techniken und lenken den Blick auf Details, die einem ungeschulten Auge verborgen bleiben. Ziel des Tags des offenen Denkmals ist es, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren und Interesse für die Belange der Denkmalpflege zu wecken. Der Tag des offenen Denkmals kommt nur dank der Initiative vieler Institutionen, Kreise, Städte, Gemeinden, Verbände, Vereine, privater Denkmaleigentümer und Bürgerinitiativen zustande.

Zum Beispiel sind in und um Steinfurt zahleiche Denkmäler geöffnet. Im Steinfurter Schloss wird eine Führung unter architekonischen Gesichtspunkten mit Architekt Christoph Achterkamp angeboten. Hierzu war allerdings eine Anmeldung erforderlich. Von 10 bis 17 Uhr ist das Stadtmuseum An der Hohen Schule geöffnet.

Hier zu sehen ist eine besondere Ausstellung zum Luther-Jahr und die Präsentation des „Reichsadlerhumpens von 1596“. Ebenfalls geöffnet ist von 10 bis 17 Uhr die Niedermühle mit einer interessanten Ausstellung zu alten Karten und Bildern vom Grafenstein. Hier gibt es auch Kaffee und Kuchen. In der Blaudruckwerkstatt, Kirchstraße 4, wird die schöne alte Technik vor Ort erläutert.

Das Architektenteam im Torhaus der Johanniterkommende lädt zur Besichtigung ein und auf dem Denkmalpflegewerkhof, Hollich 145, wird am Sonntag das Hoffest mit viel Programm von 11 bis 17 Uhr gefeiert. In unmittelbarer Nachbarschaft wird an der Hollicher Mühle die Mühlentechnik gezeigt. Als besonderen Service bietet Hans Knöpker einen „Kutschen-Shuttle“ zwischen den Denkmälern an.

In Borghorst wird Robert Badde ab 15 Kirchenführungen in der St. Nikomedes Pfarrkirche anbieten. Das Heinrich-Neuy-Bauhaus-Museum ist von 11 bis 17 Uhr geöffnet, ebenso das Heimatmuseum im Heimathaus. Auch das älteste noch erhaltene Haus in Borghorst, das Leineweberhaus im Buckshook, lädt zur Besichtigung ein.

In Emsdetten befindet sich die Stadtbibliothek in der Villa Hecking. Die konsequente, zurückhaltende und strenge Verarbeitung der klassizistischen Formelemente ist für die noch existierenden Villen in Emsdetten einmalig, im Münsterland ist sie selten geworden. Ebenfalls werden Führungen in den beiden Villen Schilgen, Wilhelmstraße 43 und Kirchstraße 38, angeboten. Führungen werden am Sonntag um 10 und 15 Uhr durch Mitglieder des Heimatbundes Emsdetten angeboten.

Die Künstlergemeinschaft Wettringen (KGW) präsentiert am 10. September die Themenausstellung „Macht und Pracht“ in der Kunstkirche Josefshaus. Damit erfährt die 1927 eingeweihte Kapelle des ehemaligen Kinder- und Jugendheims Josefshaus in seinem 90. Jubiläumsjahr eine wahre Transformation zum Kulturort. Für das leibliche Wohl wird wieder mit Kaffee, Kuchen und weiteren Getränken gesorgt sein.

Die Kunstkirche liegt verkehrsgünstig zwischen Wettringen und Metelen. Ausreichende Parkmöglichkeiten sind vorhanden. Die Ausstellung ist am Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Die Adresse für Navigationsgeräte ist Dorfbauerschaft 30 in Wettringen.

Als besonderen Service bietet Hans Knöpker einen „Kutschen-Shuttle“ zwischen den Denkmälern in Steinfurt an.  Foto: privat

 
 
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