Foto: Dorothea Böing

Kreis Steinfurt. „Die Zahlen der Bewerber zur Jagdprüfung sind im Vergleich zu den 1990er Jahren erheblich zurückgegangen“, berichtete Martin Lücker von der Unteren Jagdbehörde des Kreises Steinfurt kürzlich beim Treffen des Jägerprüfungsausschusses in Steinfurt. Lücker führte diese Entwicklung unter anderem darauf zurück, dass in Nordrhein-Westfalen im Gegensatz zu Niedersachsen nur ein landeseinheitlicher Termin zur Abnahme der Jägerprüfung angeboten wird.

Auch könnten im benachbarten Bundesland die Bewerber unabhängig von ihrem Wohnort geprüft werden. In diesem Zusammenhang stimmten die Ausschuss-Mitglieder der Forderung des Ausschuss-Vorsitzenden Felix Steinmann, das Zulassungsverfahren für die Jägerprüfung und somit auch die Qualität der Ausbildung bundesweit zu vereinheitlichen, einhellig zu.
Josef Daniel Jasper, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Steinfurt-Tecklenburg, betonte, dass die Jungjäger im Kreis Steinfurt weiterhin eine jagdlich fundierte Ausbildung erhalten. Das Stichwort „Ausbildung“ nahm Elmar Eickhoff zum Anlass sich kurz vorzustellen. Der Revieroberjäger ist in der Niederwildforschung tätig und startet im Herbst mit der Jungjägerausbildung in Ibbenbüren.
Im Rahmen des Treffens, zu dem die Untere Jagdbehörde ins Kötterhaus des Kreislehrgartens eingeladen hatte, dankte Kreisdirektor Dr. Martin Sommer vier ausscheidenden Mitgliedern für zum Teil jahrzehntelanges Engagement im Prüfungsausschuss: Felix Große Maestrup aus Greven, Hans-Ulrich Hachmann aus Riesenbeck, Heinrich Schiermann aus Neuenkirchen und Oliver Sielhorst aus Marsberg.
Gleichzeitig bestellte der Kreisdirektor Bernd Günster aus Ochtrup erneut zum stellvertretenden Vorsitzenden des Prüfungsausschusses sowie zu weiteren Mitgliedern: Dietmar Mikolaiski aus Borghorst, Martin Lappe aus Münster und Franz-Josef Osterbrink aus Ibbenbüren.

Foto: Veranstalter

Ein interessantes Ausflugsziel für Sonntag gesucht? Im Steinfurter Kreishaus gibt es beim „Tag der Archive 2016“ am Sonntag (6. März) von 11 bis 17 Uhr ein buntes Programm für Jung und Alt. Das Stadtarchiv Greven beteiligt sich an diesem Aktionstag. Die Veranstaltung wird um 11 Uhr durch Landrat Dr. Klaus Effing eröffnet. Jeweils um 12 Uhr und um 14.30 Uhr wird der Historiker Dr. Christof Spannhoff seinen Vortrag zum Buch „Wege in die Geschichte des Kreises Steinfurt“ halten. 

„Jedes Archiv beleuchtet in der Ausstellung und im Buch ein bis zwei Aspekte der Kreisgeschichte. Für Greven bot es sich da natürlich an, die zivile Luftfahrt, vertreten durch den FMO, auszuwählen“, erläutern Dr. Stefan Schröder und Angelika Haves (Stadtarchiv Greven). „Auch das Krankenhauswesen im Kreis fanden wir spannend, das Thema ist ja sowohl aktuell als auch brisant. Die Themen der anderen Archive sind jedoch nicht weniger interessant.“ Und gemeinsam bieten Buch und Ausstellung ein buntes Bild des Kreises Steinfurt quer durch die letzten zwei Jahrhunderte.

Im Kreis Steinfurt steht die Veranstaltung unter dem Motto „1816 bis 2016 | 200 Jahre Kreis Steinfurt“. Der Kreis Steinfurt startet mit diesem besonders groß gefeierten „Tag der Archive“ sein Jubiläumsjahr, in dem noch weitere Veranstaltungen folgen werden – darunter ein Tag der offenen Tür am 21. August (Sonntag).

Besonders die Ausstellung „1816 bis 2016 | Wege in die Geschichte des Kreises Steinfurt“ mit über 50 großformatigen farbigen Ausstellungsplakaten zu jedem Ort und zu vielen Themen aus der Geschichte des Kreises Steinfurt ist eine Attraktion an diesem Tag. 

Ein großer Bücherflohmarkt aus dem Dubletten-Bestand des Kreisarchivs bietet Raritäten für manchen Sammler. Für Kinder werden Malaktionen und ein ausgesuchtes Film-Programm des Medienzentrums des Kreises angeboten. Auch das Kulinarische kommt mit Mittagessen, Getränken, Kaffee und Waffeln nicht zu kurz.

Eine der vielen Attraktionen ist die Präsentation des Buches „Wege in die Geschichte des Kreises Steinfurt“, das an diesem Tag zum ersten Mal auch für 10 Euro verkauft wird. Im Buchhandel wird es erst ab dem 14. März erhältlich sein. Mit diesem Buch möchte der Kreis Steinfurt seine Bürger mit auf eine Zeitreise in die Geschichte des Kreises und seiner 24 Städte und Gemeinden nehmen, die mit dem Jahr 1816 anfängt. Der breite thematische Bogen spannt sich von der Gründung der Provinz Westfalen und der Einrichtung der Kreise bis zur kommunalen Gebietsreform und zu den Veränderungen des Kreisgebietes bis heute. Die Revolution 1848, das Dritte Reich und die Nachkriegszeit kommen ebenso zur Sprache wie das beschwerliche Leben der Heuerleute, Wanderarbeiter und Heimweber im Kreis Steinfurt des 19. Jahrhunderts.

In den Ortsartikeln werden spannende Aspekte wie Geldfälschung, Auswanderung, Wegebau, Kinderschifferheim, Bergbau, Textilindustrie oder die Entwicklung des Naherholungsgebietes Haddorfer Seen vorgestellt. Insgesamt wirkten 27 Historiker, Archivare und Forscher unter der Projektleitung von Kreisarchivarin Ute Langkamp mit. Die Redaktion des Buches oblag ihr und Dr. Christof Spannhoff.

Das Buch „Wege in die Geschichte des Kreises Steinfurt“, herausgegeben vom Kreis Steinfurt, Kreisarchiv, Steinfurt 2016, hat 128 Seiten, ist durchgehend bebildert, kostet 10 Euro und hat die ISBN 978-3-926619-98-3. Das Buch kann bestellt werden bei Mechthild Brebaum unter der Telefonnummer 02551 / 691041 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.kreis-steinfurt.de.

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