HU-Prüfung jetzt mit HU-Adapter

Auto & Mobil

Kreis Steinfurt. Seit diesem Sommer steht an den TÜV-Stationen im Kreis eine wichtige Veränderung an:

 

Bei Fahrzeugen, die vor drei Jahren erstmals in den Verkehr gekommen sind, wird bei der Hauptuntersuchung ein neues elektronisches Prüfinstrument eingesetzt – der HU-Adapter, mit dem zum Beispiel auch elektronische Sicherheitsassistenten über die Onboard-Diagnoseschnittstelle des Fahrzeuges überprüft werden können, schreibt der TÜV Nord in einer Pressemitteilung.

Der HU-Adapter soll ein handliches, robustes und universell einsetzbares Prüfgerät zur Kommunikation mit den Steuergeräten von Fahrzeugen während der Hauptuntersuchung sein. Er wird an die Diagnoseschnittstelle des jeweiligen Fahrzeugs angeschlossen und mit einem mobilen Bediengerät (Tablet-PC) über eine Funkverbindung angesteuert. Der Adapter könne für alle Fahrzeugarten, Hersteller und Typen eingesetzt werden.

Dann können die TÜV-Sachverständigen zum Beispiel überprüfen, ob die ab Werk eingebauten Sicherheitssysteme wie Airbags, Fahrstabilitätsprogramme ESP oder Spurwechselassistenten noch unverändert eingebaut sind und zuverlässig funktionieren. Die Nachrüstung eventuell prüfpflichtiger Systeme könne genauso gut erkannt werden,  wie eine fehlerhafte Reparatur dieser Systeme. Auch eine verbesserte Bremsenprüfung soll das Gerät ermöglichen. Mit dem HU-Adapter würden aber keine in den Fahrzeug-Steuergeräten gespeicherten Fehler gelöscht und keine Softwareänderungen vorgenommen. Die Prüfmöglichkeiten richten sich nach den zur Verfügung stehenden Daten des jeweiligen Fahrzeugs, so der TÜV Nord.

Der HU-Adapter wurde von den deutschen Prüfunternehmen gemeinsam entwickelt. Sie gründeten dazu bereits 2004 die Fahrzeugsystemdaten GmbH (FSD) mit Sitz in Dresden. Die FSD stellt auch die für jedes Fahrzeug erforderlichen Daten zur Nutzung auf dem Tablet-PC zur Verfügung, so der TÜV Nord abschließend.

 
 
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