Bewegte Geschichte: TECE wird 30 Jahre alt. Wachstum und positive Unternehmensentwicklung.

Foto: TECE GmbH

Wirtschaft

Der münsterländische Haustechnikspezialist TECE wird 30 Jahre alt – das Unternehmen hat sich aus kleinsten Anfängen aus einem Ingenieurbüro zum international aufgestellten Konzern mit mehr als 1.500 Mitarbeitern gemausert.

Für Geschäftsführer Hans-Joachim Sahlmann, Mitarbeiter der ersten Stunde, ist die Zeit bei TECE immer geprägt von der Rolle des Herausforderers: „Unsere Wettbewerber sind in allen Geschäftsfeldern immer etablierte Marken. Das sind und waren beileibe keine schlechten Firmen mit schlechten Produkten.“ Dennoch habe es TECE immer wieder geschafft, Kontrapunkte zu setzen oder Produktkonzepte entscheidend zu verbessern. Begonnen hat es mit dem Kunststoffrohr TC 2000, das für Fußbodenheizungen entwickelt wurde. Der Einsatz von Kunststoffrohr war eine Revolution. Mit TC Quickpipe kam dann ein universelles Haustechnikrohr hinzu. Die Weiterentwicklung bis heute ist TECEflex, das seit 1992 gefertigt wird und sich großer Beliebtheit erfreut.

Neben der Internationalisierung trieb das Unternehmen auch die Ausweitung der Produktpalette voran: Das bauteilarme Vorwandsystem TECEprofil überraschte 1995 mit einer revolutionären Verbindertechnik. 2002 dann der Meilenstein in der Firmengeschichte: TECE stellte einen Spülkasten vor, der gegenüber bekannten Modellen Verbesserungen vorzuweisen hatte. Sahlmann: „Wir haben dem Markt eine Alternative angeboten, die ernst genommen wird – und wir haben in einem dominierten Markt einen respektablen Marktanteil im unteren zweistelligen Bereich erobert.“

Ein weiteres Geschäftsfeld erschloss sich im Jahre 2005 mit der Übernahme des Edelstahlspezialisten Basika, in dessen Sortiment die Duschrinne schlummerte. „Die Duschrinne war ein Produkt, das wachgeküsst werden musste. 2004 verkaufte Basika noch keine 500 Stück im Jahr, heute verkaufen wir per Anno hunderttausend,“ sagt Hans-Joachim Sahlmann. Die Zehnerjahre werden bei TECE geprägt durch WC-Betätigungsplatten mit Designanspruch. 2014 ist mit dem Tod von Thomas Fehlings ein Schicksalsjahr für TECE; doch die Inhaberfamilie steht konsequent zum Unternehmen und setzt den Kurs des Firmengründers fort. Seit Mitte 2017 wird TECEone ausgeliefert. Das Dusch-WC ohne Stromanschluss unterstreicht das Prinzip des Querdenkens und Hinterfragens, das sich auch im neuen Claim der Marke wiederfindet.

„Close to you“ – nahe beim Kunden – bedeute eben auch, so Hans-Joachim Sahlmann, „dass wir den Bedarf des Kunden ganz genau ergründen. Beim Dusch-WC ist der Bedarf nach einer niederen Preiseinstiegsschwelle und handhabbarer Technik enorm.“

Auch wirtschaftlich hat sich das Unternehmen gut entwickelt: Finanzgeschäftsführer André Welle kann auf weiteres dynamisches Wachstum und eine gute Umsatz- und Ertragslage verweisen. 2017 beschäftigt die Gruppe mehr als 1.500 Mitarbeiter, betreibt fünf Produktionsgesellschaften. TECE unterhält in Europa und Asien außerdem 23 Vertriebsgesellschaften und erwirtschaftete im vergangenen Jahr rund 230 Millionen Euro Umsatz.

 
 
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