Landschaftsgärtner: abwechslungsreich wie kaum ein anderer Beruf...

Carlo Salzmann (16 Jahre) hat im August dieses Jahres seine Ausbildung zum Landschaftsgärtner begonnen. Foto: Podszun

Wirtschaft

(hp) Landschaftsgärtner – oder wie es in diesem Fall ganz korrekt heißen muss „Gärtner/innen der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau“ – haben ein äußerst vielfältiges Einsatzgebiet. Sie gestalten und pflegen öffentliche Plätze und Parks, legen Grünanlagen an, bauen Spiel- und Sportplätze oder Golfanlagen, arbeiten für öffentliche Verwaltungen und Firmen ebenso wie für private Auftraggeber.

Landschaftsgärtner sind beratend tätig und auch aktiv in der Landschafts- und Freiraumplanung. Auch die handwerklichen Tätigkeiten könnten breiter kaum gestreut sein und reichen vom Mauern, Holzarbeiten, Betonarbeiten, Pflastern mit Naturstein, Treppenbau bis hin zur Dachbegrünung. Dazu kommen Pflanzarbeiten, Schneiden und Pflegen von Hecken, Pflege und Anlegen von Rasenflächen und vieles mehr.

Unter dem Gesichtspunkt des Umweltschutzes und des wachsenden Umweltbewusstseins sind Landschaftsgärtner darüber hinaus immer gefragter in den Bereichen Rekultivierung, Landschaftspflege und dank ihres großen Fachwissens aktiv bei Biotopkartierungen, Vegetations- und Bodenanalysen.

Carlo Salzmann (16 Jahre) lernt den Beruf des Landschaftsgärtners im ersten Lehrjahr bei der Firma Garten- und Landschaftsbau Ludger Otte in Ibbenbüren.

„Ich habe zu Hause schon immer gerne im Garten mitgeholfen“

, erklärt Carlo Salzmann, warum er sich für diesen Beruf entschieden hat. „Mein Vater riet mir darum, doch darüber nachzudenken, ob ich nicht Gärtner werden wolle.“ Nach einigen Praktika im Garten- und Landschaftsbau und einigen Ferienjobs war für Carlo Salzmann klar, dass er in diesem Beruf eine Ausbildung machen wollte. Am 1. August hat er seine Ausbildungsstelle angetreten.

„Nette Kollegen, draußen zu arbeiten, vielfältige Einsatzgebiete und Abwechslung bei der Arbeit“, das sind die Dinge, die Carlo Salzmann an seiner Ausbildung am meisten schätzt.

„Es gibt kaum einen Beruf, der so vielfältig ist, wie der des Landschaftsgärtners“, bestätigt auch Ludger Otte: „Sie arbeiten mit Holz, Stein, sie mauern, sie pflas­tern, sie pflanzen – und nicht zu vergessen sind die Aussichten in diesem Beruf exzellent und sie haben beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Welchen beruflichen Weg Carlo Salzmann nach der Ausbildung einschlagen will, hat er noch nicht überlegt: „Das hat ja noch Zeit – ich bin ja noch im ersten Lehrjahr“, erklärt er, „ich werde aber auf jeden Fall noch ein paar Jahre Berufserfahrung als Geselle sammeln, bevor ich mich entscheide.“

Ihm stehen nach der Ausbildung zahlreiche Perspektiven offen, von denen nach zwei Jahren Berufserfahrung die bekannteste wohl der Erwerb eines Meistertitels ist. Bereits nach einem Jahr Berufserfahrung kann eine Weiterbildung zum Techniker angegangen werden.

Aber auch ein Bachelor- oder Master-Studium in der Fachrichtung Landschaftsarchitektur/Landschaftsbau steht erfolgreichen Absolventen offen.

Es muss aber nicht unbedingt ein Studium oder Meistertitel sein, um Karriere zu machen. Mit entsprechenden Fort- und Weiterbildungen stehen den Landschaftsgärtnern auch Positionen wie zum Beispiel Baustellenleiter, Gartenamtsleiter, Betriebsleiter, Natur- und Landschaftspfleger, Vorarbeiter oder Werkstattleiter offen – um nur einige Beispiel zu nennen.

 
 
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