Greven. Im Saal im Haus Liudger stehen einige Tischgruppen mit Getränken und Gläsern für die „Wahlparty“ bereit.
Nebenan im anderen Raum sind sie gerade erst fertig geworden mit dem Auszählen der Stimmzettel. Etliche Kandidaten kommen, teils mit Familie. Die Wahlhelfer, der Wahlvorstand und Pfarrer Klaus Lunemann nehmen Platz. Die Spannung steigt: Wer ist denn nun in den Kirchenvorstand gewählt worden? Endlich werden Zahlen und Namen genannt.
Jedes Ergebnis wird mit einem kurzen Applaus begrüßt und anerkannt. Die Stimmung nach den beiden langen Wahltagen ist gelöst, und bei Gesprächen am Tisch gibt es auch schon konstruktive Anregungen für die Durchführung der nächsten Wahl zum Kirchenvorstand in drei Jahren, wenn die andere Hälfte der Mitglieder neu gewählt werden muss.
Bei der diesjährigen Wahl wurden gewählt: Theodor Lintel-Höping, Peter Buller, Manfred Huckenbeck, Sonja Bruns, Andrea Bober, Sabine Ahlert, Hubertus Stegemann und Dr. Rolf Leroy. Ersatzmitglieder sind Kerstin Henrichmann-Lange, Sandra Weddeling, Franz-Josef Hermes, Claudia Waltring, Norbert Beuing und Werner Thiel.
Einsprüche gegen die Wahl sind innerhalb von 14 Tagen nach dem Wahlsonntag schriftlich unter Angabe von Gründen beim bisherigen Kirchenvorstand zu erheben.
Niedrige Wahlbeteiligung
Von den rund 1.500 wahlberechtigten Gemeindemitgliedern haben sich nur 710 Personen an der Wahl beteiligt. Darin spiegelt sind der allgemeine Trend wider, der auch in anderen Bereichen des kirchlichen Lebens sichtbar wird wie zum Beispiel die Anzahl der sonntäglichen Kirchenbesucher oder die Mitgliederentwicklung in Vereinen.
„Eine weitere Schwierigkeit liegt in der Größe der Pfarrgemeinde. Die Kandidaten leben über ganz Greven und Reckenfeld verteilt, sodass man sie nicht mehr aus einer alltäglichen Begegnung persönlich kennen kann. Und wen man nicht kennt, den wählt man auch nicht. Dass wir in Greven eine so große Pfarrei geworden sind, liegt an den Vorgaben des Bistums. Wir müssen nun weiterhin lernen, darin ein zufriedenstellendes Leben zu entwickeln. Der zukünftige Pastoralplan wird dies in besonderer Weise in den Blick nehmen und in eine schriftliche Form bringen“, heißt es auf der Homepage der Gemeinde.