Nordwalde (pbm). „Wir wollen Gemeinschaft erfahren.“ So lautet der erste der acht Leitsätze des Pastoralplans für die Pfarrei St. Dionysius, mit denen sich die dortige Steuerungsgruppe nun befasst hat.
Nach einer fast eineinhalbjährigen Analyse- und Visionsphase soll die Umsetzung der Botschaften im kommenden Frühjahr starten.
Mit dem Pastoralplan will die Pfarrei alle mit ins Boot holen. „Jeder in der Gemeinde soll sich wiederfinden“, begründete Mechtild Storm die Vorgehensweise. Die fünfköpfige Steuerungsgruppe bildete sich, nachdem der Pfarreirat der Gemeinde St. Dionysius im Sommer 2014 entschieden hatte, mit der Entwicklung eines lokalen Pastoralplans zu beginnen. Die Erarbeitung eines solchen Pastoralplans hat das Bistum Münster allen Pfarreiräten im Bistum als Aufgabe mit auf den Weg gegeben.
Zur Vorbereitung nahmen die Mitglieder der Nordwalder Steuerungsgruppe bereits im September 2014 an einem Kursangebot des Bistums teil. Im November 2014 verteilten sie mit Unterstützung des Pfarreirats Fragebögen in der Gemeinde. Den Mitgliedern der Steuerungsgruppe war es besonders wichtig, in der Analysephase alle Menschen in ihrer Gemeinde zu erreichen. Neben Fragebögen, Interviews und einer Studie zur demografischen Entwicklung war eine Sammlung von Stichpunkten, die die Steuerungsgruppe eigens verfasst hatte, im Frühjahr 2015 Ergebnis der ersten Phase.
Eine daraus formulierte Analyse war Grundlage einer Pfarrversammlung im April 2015. Rund 50 Gemeindemitglieder tauschten sich in einer Ideenwerkstatt über die Zukunft der Gemeinde und mögliche neue Glaubenswege aus. Vor der Veröffentlichung der Leitsätze sollen nun noch einige Gemeindemitglieder die Verständlichkeit der Botschaften bewerten. Biblisches Leitthema des Pastoralplans für die Gemeinde St. Dionysius ist das Pfingstereignis.
Im März 2016 soll die Umsetzung des Pastoralplans nach einem Pfarrkonvent starten. Einig ist sich die Steuerungsgruppe darüber, wie sie die Umsetzung der Leitsätze in der Gemeinde erleichtern will. „Wir werden den Ehrenamtlichen die Methode ‚What and How‘, also ‚Was und Wie‘, vorstellen“, erklärte der Pfarrer. Die Gruppen könnten sich hierbei selbst Schwerpunkte für ihre Arbeit setzen und festlegen, „was“ sie erreichen wollen. Im zweiten Schritt „wie“ befassten sie sich dann mit der konkreten Umsetzung ihrer Ziele. „Einige Gruppenmitglieder in unserer Pfarrei werden zu Experten für diese Methode ausgebildet“, beschrieb Pfarrer Schulte Eistrup. Die Gemeindemitglieder sollen so selbst die Umsetzung in die Gemeinde tragen und die Leitsätze „mit Leben füllen“.