Gesamtschüler profitieren von innovativem Konzept

Anfangs irritiert, dann allerdings begeistert waren die Gesamtschüler von der Märchenerzählerin Barbara Tillmann in der Stadtbibliothek. Foto: privat

Greven

Greven. Fragend und fast ein wenig ungläubig schauen einige Kinder die Märchenerzählerin an, die auch in diesem Jahr wieder zum Ende der Unterrichtsreihe ‚Märchen‘ für die Schüler der Gesamtschule nach Greven kam, um in der Stadtbücherei ihre Geschichten zu erzählen.

 

 

„Meine Schüler waren begeistert“, berichtet Michael Lienkamp, Deutschlehrer des Klassenleitungsteams der 5b und weist auf die positiven Rückmeldungen auch aus den anderen Klassen hin. „Barbara Tillmann ist es gelungen, die Märchen sehr anschaulich zu erzählen“, und seine Deutschkollegin, Elisabeth Gerbaulet, ergänzt aus ihren Erfahrungen: „Nach intensiver Arbeit im Klassenzimmer ist ihr Besuch für unsere Schüler schon etwas Besonderes.“
Für die Erarbeitung fachlicher Inhalte, wie beispielsweise das Wissen um Märchenmerkmale oder die Handhabung von direkter und indirekter Rede, hat sich an der Gesamtschule das „Lernbüro“ mit dem Prinzip des selbstgesteuerten Lernens etabliert.

Sie antwortet damit auf aktuelle gesellschaftliche Anforderungen, die nicht mehr die Vermittlung von Wissen an sich, sondern die Vermittlung von Kompetenzen zur Auswahl, Erschließung, Aneignung und Verarbeitung von Wissen und damit die Ermöglichung eines lebenslangen Lernens ins Zentrum schulischer Aktivität rückt. Melike, Pauline, Luca und Jonas aus der 7a erläutern die unterschiedlichen Arbeitsphasen im Lernbüro mithilfe des Schreibgespräches folgendermaßen: „In der Orgazeit holen wir uns die Arbeitsmaterialien, in der Stillezeit lernen wir alleine, in der Flüsterzeit können wir dann leise mit einem Partner zusammen arbeiten und in der Lerntagebuch-Orgazeit notieren wir alles, was wir in der Stunde geschafft haben. Mir gefällt gut, dass es für die Hauptfächer genug Lernmaterial gibt und man so für die Arbeiten lernen kann“, bewertet Michelle die Lernbürostunden.

„Auch gut finde ich, dass die Lernbüroordner mit dem Lernmaterial in Lernschritte aufgeteilt sind.“ Und Sonja hebt die Selbstständigkeit des Lernens hervor. „Es gibt sehr viele Aufgaben zu erledigen und dann kann man sie selber kontrollieren.“


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