Greven. Wie kommt man auf die Kombination von Klaviertrio und Schlagzeug? Weil es für diese Besetzung eine berühmte Bearbeitung der letzten, der 15. Sinfonie von Dmitri Schostakovich aus dem Jahre 1972 gibt.
Die Ausführenden des 3. Grevener Aulakonzertes, allesamt erstklassige, international auch als Solisten gefragte Künstlerpersönlichkeiten, machten unlängst im Wiener Konzerthaus mit diesem Werk Furore und werden am Sonntag (17. Januar) um 20 Uhr im Gymnasium Augustinianum gastieren.
Schostakovich (1906–1975) gehört neben Strawinsky zu den bedeutendsten russischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Er durchlitt enorm produktiv die schreckliche Stalin-Ära ohne zu emigrieren. Die konzentrierte Fassung seiner 15. hat der schon schwerkranke Komponist noch gehört und hocherfreut gebilligt.
Um nur drei von ihnen zu nennen: Natalia Prishepenko, Violine, war 18 Jahre Mitglied des gefeierten Artemis-Quartetts, ist Professorin an der Universität der Künste Berlin. Sebastian Klinger, Violoncello, gilt als einer der herausragenden jungen Solisten und Kammermusiker seiner Generation. Von der internationalen Presse wird er gerühmt für seinen „warmen Ton und die Intensität seines Ausdrucks, makellose Technik und höchste Musikalität.“ Johannes Fischer ist der „Zauberer unter den Schlagzeugern“ (Berliner Morgenpost) und entlockt seinen Instrumenten mit souveräner Technik eine „faszinierende Vielfalt magischer Klänge“. „Ungeahnte Leichtigkeit, überwältigende Spielfreude und Sensibilität“ beweist er. Der überragende Gewinner des 56. ARD-Musikwettbewerbs ist ein international gefragter Solist bei Orchestern und ein leidenschaftlicher Kammermusiker, der mit Dirigenten und Komponisten wie Heinz Holliger, Peter Eötvös oder Pierre Boulez zusammenarbeitet. Darüber hinaus ist Johannes Fischer selbst Komponist und Dirigent, seine Werke werden z. B. bei der Lucerne Festival Academy oder im Konzertsaal des Louvre Paris aufgeführt. Auch diese beiden Künstler erhielten Professuren an den Musikhochschulen Lübeck und Hamburg.
Zu Beginn des Konzertes wird das romantische Klaviertrio Nr. 1 B-Dur von Franz Schubert erklingen, danach werden die beiden Schlagzeuger auf ihrem reichen Instrumentarium das Duo „DmitriRemix“ zum Erklingen bringen. Wer offen für außergewöhnliche spannende Klangkunst ist, wird den Besuch dieses Aulakonzerts nicht bereuen.
Eintrittskarten für Sonntag (17. Januar) um 20 Uhr in der Aula des Gymnasiums Augustinianum, Lindenstraße, sind in der Buchhandlung Cramer+Löw und ab 19.30 Uhr an der Abendkasse erhältlich.
Frei-Parkplätze gibt es in der Naendorfstraße.