Ungeahnte Schätze finden viele Fans

Foto: Simone Friedrichs

Greven

(sf) Peter Salzmann ist Künstler. Er malt und fotografiert. Die Kunstwerke, die aktuell bis Ende März im Maria-Josef-Hospital in Greven ausgestellt werden, haben allerdings mit seiner Malerei und Fotografie nicht ganz so viel zu tun.

 

Es sind gestickte Kostbarkeiten, die hier zu bestaunen und auch zu erwerben sind. Die Gobelin-Bilder – Kunst mit Nadel und Faden – stammen von Flohmärkten und aus Familiennachlässen.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Peter Salzmann – geboren 1945 in Ostpreußen und selber Kriegsflüchtling – eine Ausstellung im Grevener Rathaus organisiert, zu Gunsten der Flüchtlingshilfe. Mit großem Erfolg: „Nicht nur, dass einige Bilder gekauft wurden – auch bekam ich so einige schöne Stücke dazu, die unbeachtet auf Dachböden oder in Kellern ihr Dasein fristeten“, erklärt Salzmann. Also musste eine weitere Ausstellung ge­plant werden. Die Bilder sind beliebt, vor allem ältere Menschen verknüpfen damit viele Erinnerungen.

Aber auch die jüngere Generation hat angebissen. So hängen einige Gobelins seit der ersten Ausstellung in einem modernen Tattoo-Studio. Peter Salzmann ist als Künstler viel gereist, auch nach Asien, Pakistan, Afghanistan – eben in Länder, aus denen viele Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Die Flüchtlingshilfe ist ihm eine Herzensangelegenheit, da auch er sich daran erinnern kann, wie herzlich er damals als Flüchtlingskind hier aufgenommen wurde. Die Motive der Gobelin-Bilder sind recht vielfältig: Marienbilder, Stillleben, Seemansbilder, Landschaften oder alte Werke von Rembrandt und Dürer – allen gemeinsam ist ihr ganz eigener Charme. Die meisten Exponate sind sehr schön gerahmt. Zeitgleich bietet Peter Salzmann Ölgemälde im Café Schrunz an. Auch ein Teil des Erlöses dieser Bilder ist für die Flüchtlingshilfe bestimmt.


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