Die „Lümi“ ist unverzichtbar

Benjamin Yu (Mitte) bleibt bis Mitte des Jahres Vorsitzender des Fördervereins. Ihm zur Seite stehen ihm weiterhin Jessica Corzo-Möllerherm als Stellvertreterin und Maik Gassmann als Kassierer. Foto: privat

Greven

Greven. Die im aktuellen Schuljahr an der Martin-Luther-Grundschule neu eingeführte Übermittagsbetreuung bis 14 Uhr war der unbestrittene Leuchtturm der Arbeit des „Förderverein zur Unterstützung der Kinderbildung in der evangelischen Gemeinde“ e.V. im vergangenen Jahr.

 

Der Verein, der sich für die Belange der Schule und des benachbarten Christus-Kindergarten einsetzt, fungiert als Träger der „Lümi“ (Lutherkinder über Mittag), die als Ergänzung zum Offenen Ganztag eine sinnvolle Alternative für berufstätige Eltern bietet, die auf eine Betreuung bis zum frühen Nachmittag angewiesen sind. Bei der Mitgliederversammlung bilanzierte der Vorsitzende Benjamin Yu einen guten Start des neuen Angebotes. Die Nachfrage nach den Plätzen ist derart groß, dass bereits im kommenden Schuljahr eine weitere Betreuungskraft für eine zusätzlich einzurichtende dritte Gruppe eingestellt werden soll. Angestrebt ist zudem der baldige Umzug der „Lümi“ in das Gemeindehaus, da dieses ideale Bedingungen für die Kinder bietet. Hier sollen in den kommenden Wochen abschließende Gespräche mit Pfarrer Witthinrich und dem Presbyterium erfolgen.

Da Schulleiterin Marion Birgoleit über einen längeren Zeitraum erkrankt war, ergaben sich im Laufe des Halbjahres zwar einige organisatorische Schwierigkeiten, dank des Einsatzes einiger weiterer Vereinsmitglieder gelang aber ein weitgehend reibungsloser Start der „Lümi“. Auch die Schulleiterin dankte allen Beteiligten für ihren Einsatz. Die „Lümi“ sei ein wichtiger Baustein für die gesicherte Zukunft der Schule, meinte sie in Bezug auf die im vergangenen Jahr aufkeimende Diskussion über eine Schließung der kleinen Institution am Wilhelmplatz, die auf eine weit über 100-jährige Tradition zurückblicken kann. „Gott sei Dank sind die Pläne derzeit nicht mehr akut“, gab sie sich erleichtert.
Im Zuge der Arbeit für das Projekt „Lümi“ war leider nicht viel Platz für andere Aktivitäten des Fördervereins, wie Yu in seinem Rückblick resümierte. Unter anderem konnten sich aber die Grundschüler über eine große Anzahl neuer Bücher für die Klassenbüchereien und über das vom Förderverein mitfinanzierte Projekt „Mein Körper gehört mir“ freuen.

Auch für das kommende Jahr stehen bei Schule und Kindergarten einige Vorhaben auf dem Wunschzettel. So wird sich beispielsweise die gesamte Martin-Luther-Schule am bundesweiten Projekt „Klasse! Wir singen“ beteiligen, wozu es vom Förderverein einen ebenso großzügigen Zuschuss gibt wie für die geplante Anschaffung zweier interaktiver digitaler Tafeln. Kassenwart Maik Gassmann konnte in seinem Jahresbericht verkünden, dass der Verein nach wie vor eine gute finanzielle Basis vorzuweisen habe. Auch die Finanzierung der „Lümi“, die ausschließlich über Landesmittel und Elternbeiträge erfolgt, sei problemlos möglich gewesen.


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