Greven (sf). Am Sonntag (7. Februar) findet in Greven der Karnevalsumzug statt. Rund 50 Fußgruppen, Musikzüge und Wagen werden teilnehmen.
Die KG Emspünte als Veranstalter rechnet auch diesmal mit über 30.000 Zuschauern. Die Aufstellung der Wagen und Gruppen beginnt ab 11.45 Uhr auf der Saerbecker Straße. Ab 13.11 Uhr begibt sich der Karnevalsumzug auf seinen Weg durch Greven.
Großen Wert legt der Veranstalter auch auf die Teilnahme von 14 Musikzügen aus Greven und der Umgebung. Live-Musik ist viel schöner als ohrenbetäubender Techno und Hip Hop aus riesigen Lautsprechern, war in den vergangenen Jahren das einhellige Urteil vieler Zuschauer. Vor allem die kleinen Kinder und die Senioren am Straßenrand wissen es zu schätzen, dass in Greven laute Musik von den Wagen verboten ist. Das tut der guten Stimmung auf den Wagen und an den Straßen und Plätzen überhaupt keinen Abbruch.
Der Zug zieht von der Saerbecker Straße weiter durch die Friedrich-Ebert-Straße, die Martinistraße, dann über die Straße „Hinter der Lake“ und am Rathaus vorbei über die Rathausstraße. Weiter geht es über die Königstraße und die Münsterstraße und von dort in die Frankenstraße, die Johannesstraße, die Kapellenstraße, die Münsterstraße und die Alte Münsterstraße (Fußgängerzone). Nach Überquerung der Rathausstraße führt der Zug über die Marktstraße (Fußgängerzone) und die Kardinal-von-Galen Straße, bevor er sich gegen 17 Uhr auf dem Wilhelmplatz auflöst. Die Verkehrsteilnehmer werden gebeten, ihre Fahrzeuge am Sonntag außerhalb des Umzugsweges zu parken. Die Halteverbote gelten am Sonntag von 8 bis 17 Uhr. Falsch abgestellte Fahrzeuge werden während dieser Zeit abgeschleppt.
Zusätzliche öffentliche Toiletten stehen im Bereich des Marktplatzes und der Lutherschule zur Verfügung.
Jugendschutz
Groß geschrieben wird in Greven auch das Thema „Karneval und Jugenschutz“. Hier kooperieren die KG Emspünte, Jugendamt, Ordnungsamt. Polizei und Caritas. „Jugendliche unter 16 Jahren bekommen keinen Alkohol, Jugendliche unter 18 keine ‚scharfen‘ Getränke“, so Fachdienstleiter Michael Schreiber. Gemeinsam werden Kontrollen durchgeführt. „Im letzten Jahr hatten wir gar keine Ausfälle mehr“, bestätigt auch Polizeidienststellenleiter Walter Lüttmann. Sogar Püntemariechen Nina Fundtke weiß aus eigener Erfahrung, dass es an Karneval früher viel mehr betrunkene Jugendliche gegeben hat. Maria Muhle vom Jugendamt freut sich schon auf den schönen Karnevalstag, um gemeinsam fröhlich zu feiern: „Man kennt uns mittlerweile und begrüßt uns und es ist einfach schön.“
Und wie sieht es mit den neuen Mitbürgern aus, die kein Karneval kennen? „Die Bezirksregierung hat die Menschen in den Unterkünften in den vergangenen Wochen intensiv auf das Thema Karneval vorbereitet“, erklärte Walter Lüttmann. „Außerdem sind wir mit erhöhter Präsenz unterwegs.“