Auslandskrankenversicherung

Margarete Michel-Puckert, Beraterin der Verbraucherzentrale im Stützpunkt Ibbenbüren. Foto: Podszun

Ibbenbüren

Ibbenbüren. Wer sorglos in die Ferien starten will, der sollte unbedingt eine private Reisekrankenversicherung im Gepäck haben.

„Denn die gesetzlichen Krankenkassen bieten bei Unfällen oder plötzlich auftretenden Krankheiten im Ausland nur eingeschränkten oder gar keinen Schutz. Und ganz wichtig: Für einen Rücktransport aus dem Urlaubsland kommt nur eine Auslandsreisekrankenversicherung auf“, rät Margarete Michel-Puckert von der Verbraucherzentrale. Sie gibt folgende Tipps:

• Kostenlücke: Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die ambulanten und stationären Behandlungskos­ten in Mitgliedsländern der Europäischen Union sowie in allen Ländern, mit denen ein Sozialversicherungsabkommen besteht. Die Kassen kommen jedoch nur für die im jeweiligen Urlaubsland üblichen Leistungen und Honorare auf. Alles, was darüber hinausgeht, müssen deutsche Touristen selbst zahlen. Über die konkreten Leistungen im jeweiligen Urlaubsland und worauf im Krankheitsfall zu achten ist, informieren die Krankenkassen unter www.dvka.de. Außerhalb der Europäischen Union werden notwendige medizinische Leistungen von den Krankenkassen grundsätzlich nicht erstattet.

• Rücktransport: Der Rücktransport aus dem Urlaubsort ist das wichtigste Leistungsmerkmal einer Auslandsreisekrankenversicherung. In den Versicherungsbedingungen sollte geregelt sein, dass die Kosten bereits bei einem medizinisch sinnvollen Rücktransport übernommen werden – und nicht erst, wenn dieser medizinisch notwendig ist. Denn diese Voraussetzungen sind fast nicht zu erfüllen. Auch privat Krankenversicherte sollten vorsichtshalber eine Auslandsreisekrankenversicherung in den Koffer packen, um sich im Notfall den Rücktransport zu sichern, oder – wenn dieser zum Leistungsumfang des privaten Vertrags gehört – dann die Selbstbeteiligung zu schonen.

• Vertragsdauer und -kosten: Jahresverträge sind schon für etwas mehr als 10 Euro zu bekommen. Geleistet wird für jede Reise, die – je nach Vertrag – nicht länger als sechs oder acht Wochen dauern darf. Viele Anbieter haben auch Tarifangebote für Familien im Programm. Jahresverträge gibt es bei manchen Gesellschaften schon ab etwa 20 Euro. Vor allem sollte darauf geachtet werden, bis zu welchem Alter Kinder Versicherungsschutz genießen.

Persönliche Beratung rund um Versicherungen gibt es bei der Versicherungsberatung der Verbraucherzentrale in Rheine.

Ein 30-minütiges Beratungsgespräch kostet 40 Euro. Termine können Sie vereinbaren unter 05451 / 931933 (nur mittwochs) oder 05971 / 8697001 und per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


Anzeige