Tecklenburg. Entstanden aus einer Idee der damaligen Kaufmannschaft und anfangs von einigen belächelt, entwickelte sich der Tecklenburger Weinberg mit dem Weinfest zu einem festen Bestandteil von Tecklenburgs touristischen Highlights.
Im Mai 1987 pflanzte die damalige Deutsche Weinkönigin Helga Drauz, dank der Unterstützung des Deutschen Weininstituts Mainz, die ersten 100 Rebstöcke am Südhang des Tecklenburger Burgbergs, auf dem schon im Mittelalter Wein angebaut wurde.
Vorher hatten rund ein Dutzend Akteure der Verkehrs- und Wirtschaftsgemeinschaft die vom Jugendherbergswerk gepachtete Fläche gerodet und für die Bepflanzung vorbereitet. Der Wein wird seit der ersten Lese 1989 ab 1990 auf dem Tecklenburger Weinfest angeboten, bei dem auch Winzer anderer deutscher Weinanbaugebiete ihre Produkte präsentieren.
Bis vor zwei Jahren pflegte der Eisdielenbesitzer und Winzer Giovanni Rizzi mit Hilfe von Gunter Janowski den Weinberg und kelterte den Wein. Erstmals im vergangenen Jahr wurden die gelesenen Trauben zum Winzer Klaus Schäfer an die Nahe gebracht und dort weiter verarbeitet.
Bei der vergangenen Versammlung der Verkehrs- und Wirtschaftsgemeinschaft (VWG) stellte der Vorsitzende Herbert Laven die Frage, ob für die Pflege eine Vergabe an ein Fachunternehmen in Höhe von rund 1.000 Euro erfolgen solle oder ob es eine Alternative dazu gebe. Spontan kam aus den Reihen der Mitglieder der Vorschlag, dies mit einem Arbeitseinsatz selbst in die Hand zu nehmen.
Gesagt – getan: Am vergangenen Freitag trafen sich über zehn Aktive, darunter auch drei Mitglieder, die von der ersten Stunde an dabei waren, und schafften über 20 Schubkarren Unkraut den Hang hinunter auf die Straße, dass diese dort abtransportiert wurden.
Die restlichen Reihen sollen Ende nächster Woche gesäubert werden.