Potenzial im Nahverkehr nutzen

Die Junge Union hofft auf bessere Zugverbindungen für Partygänger. Foto: Junge Union

Emsdetten

Emsdetten. Besonders junge Leute stehen an den Wochenenden vor dem immer gleichen Problem: Wie gestalte ich meine Heimfahrt nach der Party in Münster zurück nach Emsdetten, Greven oder Rheine?

Über die aktuellen Möglichkeiten sind viele Emsdettener genervt – darunter auch Julian Meinert, Pressesprecher der Jungen Union Emsdetten: „Insbesondere an den Wochenenden stellen die öffentlichen Verkehrsmittel keine zufriedenstellende Lösung dar. Das verursacht Kosten für teure Taxifahrten oder verleitet im schlimms­ten Fall gar zu gefährlichen Autofahrten. Beispiele aus anderen Kommunen wie zum Beispiel Steinfurt oder Saerbeck zeigen, dass es einfacher geht.“

Aktuell gelange man am Wochenende mit dem Zug spätestens mit der ERB 65 um 01:29 Uhr zurück nach Emsdetten. Die nächste Verbindung ab Münster Richtung Emsdetten, Greven oder Rheine werde samstags morgens erst um 6:05 Uhr oder sonntags gar um 7:05 Uhr angeboten. Da viele Locations zu dieser Uhrzeit schon lange ihre Türen geschlossen haben, ist eine alternative Heimreise unumgänglich.

Die Stadt Emsdetten wurde deshalb seitens der Jungen Union Emsdetten gebeten, die Möglichkeit einer späteren Zugverbindung zu prüfen. Auch die ähnlich betroffenen JU Ortsverbände in Greven und Rheine wollen mitziehen, um eine Gemeinschaftslösung zu ermöglichen. Eine Busverbindung per Shuttle, wie sie bereits in Saerbeck oder Steinfurt genutzt werden kann, würde zu langen Fahrzeiten und immensen Ticketpreisen führen.

In der Vergangenheit wurde ein Abholerbus von Saer­beck nach Emsdetten nur geringfügig genutzt (Linie N09) und wieder eingestellt. Zum Ende des Sommers werden die Zugverkehrspläne regelmäßig umgestellt. Dies ist ein guter Zeitpunkt, über die Schaffung einer späteren Zugverbindung zwischen Münster und den Städten Emsdetten, Greven und Rheine nachzudenken und mit den verantwortlichen Gremien im Schienenpersonennahverkehr zu diskutieren, so JU-Pressesprecher Meinert abschließend.


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