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Di, Jun

Gemeinsamer Weg in der Sterbegleitung

Anja Gloddek-Voß (l.) und Petra Krumböhmer (r.) mit den Absolventen Foto: Caritas

Emsdetten

Emsdetten. Zwölf Teilnehmerinnen nahmen an dem Einführungskurs des Ambulanten Caritas-Hospizdienstes Emmaus „Endlich leben“ teil. Sie setzten sich über drei Monate sehr intensiv mit den unterschiedlichen Aspekten des Themas auseinander.

Die beiden Hospizkoordinatorinnen Petra Krumböhmer und Anja Gloddek-Voß leiteten den Kurs.

Zunächst stand die Auseinandersetzung mit den persönlichen Erfahrungen und mit der Bewältigung von Abschied, Trennung, Sterben und Tod im Mittelpunkt: „Wie habe ich Sterben und Tod erfahren? Welche Fähigkeiten habe ich, schwerkranke Menschen zu begleiten? Aber auch, welche Grenzen habe ich?“

Sterbephasen und Sterbeprozess, Umgang mit Trauer, Kommunikation und Wahrnehmung, die Pflege am Ende des Lebens und die Rolle der Hospizmitarbeiterin und des Hospizmitarbeiters wurden referiert und im intensiven Austausch erarbeitet. Dr. Joachim Kamp und Dr. Cüneyt Bilecen informierten über Palliativmedizin und Schmerztherapie.

An einem anderen Abend wurde informiert und diskutiert, was zu tun ist, wenn der Sterbende nichts mehr essen und nichts mehr trinken möchte. Auch eine Besichtigung des stationären Hospizes in Emsdetten „haus hannah“ stand auf dem Programm. Den Teilnehmern konnte mehr Sicherheit im Umgang mit Sterben, Tod und Trauer vermittelt werden. Im Anschluss an die vielfältigen Informationen erfolgte ein Tag der Begleitung der examinierten Pflegekräfte, wahlweise in der ambulanten Palliativpflege des Caritasverbandes, der ambulanten Pflege, im Altenheim oder der Tagespflege. Die Teilnehmer waren sehr zufrieden mit der Gestaltung und den Inhalten des Kurses, aber auch mit der offenen und vertrauensvollen Atmosphäre. Sie empfanden ihn als persönliche Bereicherung und als eine wertvolle Hilfe im Umgang mit schwerkranken und sterbenden Menschen und ihren Angehörigen.

Viele Teilnehmer möchten auch in Zukunft im ambulanten Caritas-Hospizdienst Emmaus mitarbeiten. „Darüber freuen wir uns wirklich riesig, da sich immer mehr Menschen wünschen, zu Hause zu sterben, und wir werden versuchen, diesen Wunsch zu erfüllen“, so Petra Krumböhmer. Fragen zu Sterben, Tod und Trauer beantwortet sie in Emsdetten, Telefon 02572 / 15722, und Anja Gloddek-Voß in Greven, Telefon 02571 / 5856160.


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