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Fr, Apr

Besuch beim Netzwerk Selbsthilfe und Ehrenamt

Das Bild zeigt (v.l.) die Landtagsabgeordnete Andrea Stullich, die Landesbeauftragte Claudia Middendorf, „In-Gang-Setzer“ Herbert Hielle, Ute Silwedel und Julia Gakstatter vom Netzwerk Selbsthilfe und Ehrenamt. Foto: Netzwerk Selbsthilfe und Ehrenamt

Emsdetten

Kreis Steinfurt/Emsdetten. „Was ist denn ein In-Gang-Setzer?“ – diese Frage stand am Anfang des Besuchs beim Netzwerk Selbsthilfe und Ehrenamt für den Kreis Steinfurt in Emsdetten.

Claudia Middendorf (Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie für Patienten) traf dort in der vergangenen Woche in Begleitung der Landtagsabgeordneten Andrea Stullich mit Ute Silwedel und Julia Gakstatter (Mitarbeiterinnen der Selbsthilfe-Kontaktstelle) zum Gespräch zusammen.

Mit dabei war auch Herbert Hielle, ein sogenannter ehrenamtlicher „In-Gang-Setzer“. Hielle begleitet Selbsthilfegruppen in deren Gründungsphase und steht als Experte für Fragen rund um das Thema Gruppe im Laufe der ersten Treffen bereit. Er wird gemeinsam mit anderen Ehrenamtlichen durch die Selbsthilfe-Kontaktstelle in Emsdetten begleitet. „Zurzeit gibt es sechs In-Gang-Setzer bei uns, der Kreis Steinfurt war vor knapp 15 Jahren Modellregion für dieses inzwischen bundesweite Projekt“, erklärt Julia Gakstatter.

Das Netzwerk Selbsthilfe und Ehrenamt ist seit mehr als 20 Jahren Ansprechpartner für über 180 Selbsthilfegruppen im Kreisgebiet, vermittelt auf Nachfrage von Betroffenen oder Angehörigen auch Kontakt zu passenden Gruppen und unterstützt akut und chronisch Kranke im Rahmen von Beratungsangeboten.

„Dabei ist es oft eine Herausforderung, die 24 Gemeinden in unserem Einzugsgebiet auch alle abzudecken“, sagt Ute Silwedel über ihre Arbeit im Flächenkreis Steinfurt. „Die einzelnen Gruppen decken eine enorme thematische Bandbreite ab. Betroffene profitieren sehr vom gemeinsamen Austausch“, erklärt Gakstatter. Eine große Herausforderung sei es dabei leider oft, entsprechende Räumlichkeiten für die Treffen der Selbsthilfegruppen in den Gemeinden zu finden.

Middendorf und Stullich zeigten sich sehr interessiert und nahmen eine Bitte für ihre Arbeit mit: „Ob bei parlamentarischen Initiativen oder Gesetzesvorhaben: Politik sollte Selbsthilfe immer als wichtigen Bereich schon früh mitdenken“, betonten Silwedel und Gakstatter.


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