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So, Apr

Klärschlammvererdungsanlage in Austum

Dipl.-Ing. Stefan Ahrens (EKO-PLANT Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft für ökotechnische Anlagen mbH), Roland Scholtes (Stadt Emsdetten), Carola Kluth (Bezirksregierung Münster), Gwendolin Bogus (Stadt Emsdetten) und Bürgermeister Georg Moenikes (v.l.) sorgten mit dem Spatenstich für den Beginn der Bauarbeiten der Klärschlammvererdungsanlage. Die Fertigstellung ist für Herbst dieses Jahres geplant. Foto: Stadt Emsdetten

Emsdetten

Emsdetten. In diesen Tagen haben die Bauarbeiten für die Klärschlammvererdungsanlage an der Kläranlage in Austum begonnen.

Das Vererdungsverfahren ist mit einem hohen ökologischen Mehrwert verbunden. Zudem verringert es die zu entsorgenden Klärschlammmengen in erheblichem Maße, sodass die Verwertungskosten ebenfalls sinken werden. Das Vererdungsverfahren ist somit ein Baustein, um die Gebühren für die Abwasserbeseitigung möglichst stabil zu halten.

Klärschlamm ist ein wässriger Reststoff, der durch die Abwasserreinigung in einer Kläranlage anfällt und zu 98 Prozent aus Wasser besteht. Die kostenpflichtige Entsorgung des Klärschlamms, beispielsweise als Dünger in der Landwirtschaft, unterliegt strengen Richtlinien. Um die Entsorgungskosten zu senken und die Belastungen für die Umwelt zu reduzieren, wird der Klärschlamm zukünftig einer Vererdungsanlage zugeführt.

Die Anlage entwässert den Klärschlamm auf ökologische Weise und reduziert die verbleibende Schlammmenge erheblich. Hierfür wird der Schlamm auf einer Fläche von rund 3,5 ha in sogenannte Schlammbeete weitergeleitet, die mit Schilf bewachsen sind. Die Sonne, der Wind und die Pflanzen entziehen dem Schlamm das Wasser und vermindern dessen Volumen erheblich. Nach sechs bis acht Jahren können die Schlammbeete erstmalig entleert und der übrig gebliebene humusartige und erdige Reststoff verwertet oder entsorgt werden.

Für die Planung und den Bau der Klärschlammvererdungsanlage wurde die EKO-PLANT Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft für ökotechnische Anlagen mbH beauftragt. Die Kosten für die Errichtung der Klärschlammvererdungsanlage belaufen sich auf 4.600.000 Euro. Die Fertigstellung ist für Herbst 2019 geplant.


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