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So, Sep

Entwicklungsförderung

Die drei pädagogischen Mitarbeiterinnen der Frühförderung haben neben ihrer Weiterbildung zur „Marte Meo“-Therapeutin auch die Weiterbildung zum Kollegentrainer absolviert. Das Bild zeigt (v.l.) Heidrun Wellenkötter (Sozialpädagogin), Monika Hansen (Fachdienstleitung Frühförderung), Elsbeth Holtkamp-Haarlammert (Ausbilderin „Marte Meo“-Zentrum Tecklenburger Land) und Sabine Behnke (Heilpädagogin). Foto: Caritasverband

Emsdetten

Emsdetten / Neuenkirchen / Wettringen / Rheine. Die interdisziplinäre Frühförderung des Caritasverbandes Rheine bietet nun mit „Marte Meo“ in den Frühförderstellen in Rheine, Neuenkirchen, Wettringen und Emsdetten eine weitere Methode in der Elternberatung an.

Die drei pädagogischen Mitarbeiterinnen der Frühförderung – Monika Hansen, Sabine Behnke und Heidrun Wellenkötter – haben neben ihrer Weiterbildung zur „Marte Meo“-Therapeutin durch Elsbeth Holtkamp-Haarlammert („Marte Meo“-Zentrum Tecklenburger Land) auch die Weiterbildung zum Kollegentrainer absolviert. Sie führen nun in ihrer Einrichtung sowohl Elternberatung nach der „Marte Meo“-Methode durch und schulen auch Kollegen und Praktikanten und vermitteln ihnen das Basiswissen über die „Marte Meo“-Methode.

Die Methode wurde von der Holländerin Maria Aarts entwickelt. Der Name bedeutet sinngemäß, etwas „aus eigener Kraft“ erreichen und dies ist sowohl die Grundidee als auch das Programm dieser einfachen, konkreten und praktischen Form der Unterstützung von Eltern in Fragen der Erziehung und des Zusammenlebens mit Kindern. „,Marte Meo‘ ist eine video­unterstützte Entwicklungsbegleitung und stärkt die Entwicklung von Kindern, indem sie die Kompetenzen der Eltern stärkt“, berichtet Monika Hansen, Fachdienstleitung der Interdisziplinären Frühförderstelle. Heidrun Wellenkötter (Pädagogin der Nebenstelle Wettringen) erläutert die Methode: „Mit kurzen Videosequenzen, die die Eltern uns zur Verfügung stellen, erhalten die Eltern beim gemeinsamen Betrachten der kurzen Videoclips zum einen konkrete Informationen über die Entwicklungsbedürfnisse ihres Kindes und zum anderen die Gelegenheit, sich selbst zu beobachten. Die Eltern sehen, was und wie sie etwas tun und wie es ihnen gelingt, durch ihr Verhalten eine positive, entwicklungsfördernde Beziehung zu ihrem Kind herzustellen. Sie schauen quasi von außen zu, wie und worauf sie in der jeweiligen Filmsequenz auf ihre Kinder reagieren.“

Sabine Behnke (Frühförderstelle Rheine) ergänzt: „In der Beratung erhalten die Eltern dann Raum und Zeit, um sich mit der Pädagogin über diese Bilder auszutauschen. Sie erkennen ,ihre eigene Kraft‘ und sie erhalten konkrete und praktische Möglichkeiten der Entwicklungsförderung für ihr Kind. Somit hat die Beratung mit der ‚Marte Meo‘-Methode immer beides im Blick: sowohl die Förderung kindlicher Entwicklung als auch der begleitende Ausbau elterlicher Kompetenzen.“

Monika Hansen betont, dass im Erziehungsalltag der Blick der Eltern meist auf die Schwierigkeiten gerichtet sei, doch mit Hilfe der „Marte Meo“-Methode bei den Eltern neue Sichtweisen entstünden, indem ihr Blickwinkel auf Möglichkeiten für positive Veränderungen gerichtet werde. Das Sprichwort „Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte“ lasse sich hierbei wunderbar auch auf „Marte Meo“ übertragen, denn ein Bild mache sichtbar, wann und wodurch die Eltern-Kind-Beziehung gut gelinge. Eltern schaffen hiermit die Basis für den Ausbau der Entwicklungskompetenzen ihres Kindes in Bezug auf Kontaktfähigkeit, Spielfähigkeit, Kooperationsfähigkeit, Ausdauer und Konzentration.


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