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Mo, Nov

Gold für Emsdetten!

Auf dem Bild sehen Sie (v.l.) Charlotte Spörndli (Association European Energy Award) und Bürgermeister Georg Moenikes bei der Verleihung des European Energy Awards. Foto: Stadt Emsdetten

Emsdetten

Emsdetten. „Ich bin stolz darauf, dass wir als Stadt Emsdetten nun den goldenen European Energy Award in den Händen halten können. Ein eindeutiger Beweis dafür, dass unsere Energie- und Umweltpolitik der letzten Jahre erfolgreich gewesen ist“, freute sich Bürgermeis­ter Georg Moenikes, als er kürzlich in Locarno in der Schweiz die Auszeichnung entgegennehmen konnte.

Der European Energy Award (EEA) in Gold ist die höchste Stufe, die in diesem internationalen Zertifizierungsverfahren erreicht werden kann.

Die Auszeichnung bescheinigt, dass die Bemühungen der Stadt um eine nachhaltige und vorausschauende Energie- und Umweltpolitik den hohen Anforderungen der Zertifizierung entsprachen.

Insgesamt konnte die Stadt Emsdetten bei der Zertifizierung 76,9 Prozentpunkte erzielen; 75 Prozent waren für die Auszeichnung in „Gold“ erforderlich. Überzeugen konnte die Stadt Emsdetten hierbei mit zahlreichen kleinen Aktivitäten und auch vielen großen Projekten im Bereich des Klima- und Umweltschutzes.

Wichtige Erfolge im Rahmen des EEA-Prozesses sind:

• Ausbau der Windenergie im Veltruper Feld: Seit Januar 2015 sind alle 19 Windkraftanlagen in Betrieb und produzieren regenerativen Strom. Der Windpark kann (rechnerisch) 30.000 Vier-Personen-Haushalte mit Strom versorgen und spart rund 50.000 Tonnen CO2 pro Jahr ein.
• Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik: Seit 2009 erneuert die Stadt Emsdetten kontinuierlich ihre Straßenbeleuchtung mit energieeffizienten LED-Leuchten und leistet damit einen ansehnlichen Beitrag zum Klimaschutz.
• Vererdungsanlage – Maßnahmen der Kläranlage in Richtung „Energieautarke Kläranlage“: Im Herbst 2019 wird die Klärschlammvererdungsanlage an der Kläranlage in Austum in Betrieb genommen. Um die Entsorgungskosten zu senken und die Belastungen für die Umwelt zu reduzieren, wird der Klärschlamm zukünftig der Vererdungsanlage zugeführt.
• Energetische Sanierung der Josefschule: Derzeit wird die Josefschule erweitert und saniert. Ziel der Umbau- und Sanierungsmaßnahmen ist, Energiekosten zu senken und CO2-Emissionen zu reduzieren.
• Planung eines Nahwärmenetzes: Das Gymnasium Martinum, die benachbarte Wilhelmschule und die angrenzende Zweifachsporthalle werden künftig durch eine zentrale Heizungsanlage mit Wärme versorgt. Durch den Einsatz neuester Technik und das Zusammenspiel von konventioneller Heiztechnologie und regenerativer Energieversorgung werden die CO2-Emissionen erheblich verringert und eine hohe Betriebssicherheit gewährleistet.


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