Quartiersanierung in Neuenkirchen

Klimaschutzmanager Marvin Dieck (v.l.), innogy-Kommunalmanagerin Monika Schürmann und Bürgermeister Franz Möllering. Foto: Stefan Klausing / Gemeinde Neuenkirchen

Emsdetten

Neuenkirchen. Mit einem Anteil von fast 40 Prozent am Gesamtenergieverbrauch Deutschlands stellt der Gebäudesektor in der Energiewende eine große Herausforderung dar und birgt zugleich ein erhebliches Potenzial für Energieeinsparungen.

Um den energetischen Zustand des Altbaubestandes zu verbessern und die kommunalen Energie- und Klimaschutzziele zu erreichen, hat die Gemeinde Neuenkirchen eine energetische Quartiersanierung in Angriff genommen. Das „Pilotquartier Gartenstiege/Prozessionsweg“, welches im Ortskern von Neuenkirchen liegt, umfasst einen Teil des zentralen Versorgungsbereiches und bietet im Westen zugleich einen Übergang zum Wohngebiet und zum ländlichen Außenbereich. In einer einjährigen Konzeptphase wurde der Energieverbrauch im Quartier näher ermittelt, bewertet und als Basis für zukünftige Projekte zur Umsetzung in Aussicht genommen. In der sich nun anschließenden dreijährigen Umsetzungsphase werden konkrete Maßnahmen umgesetzt, um die energetische Nachhaltigkeit voran zu treiben.

„Die Gemeinde Neuenkirchen ist seit Jahren aktiv, um durch Vorbildcharakter bei den eigenen Liegenschaften mit energetischen Sanierungen in Schulen und so weiter sowie Umrüstungen beziehungsweise Einbau neuer Technologien wie das Blockheizkraftwerk (BHKW) am Klärwerk die Energieeffizienz zu steigern. Dadurch sollen auch die Bürger zu einem ressourcenschonenden und effizienten Umgang mit Energien motiviert werden“, sagt Bürgermeister Franz Möllering.
Klimaschutz, Energiewende, erneuerbare Energien, Steigerung der Energieeffizienz, das sind alles Ansätze, die ineinandergreifen müssen, damit die Herausforderung des Jahrhunderts gelingen kann, so Möllering weiter. „Dies können wir nur gemeinsam schaffen. Ich bin sicher, dass wir zusammen mit unseren Bürgern eine klimafreundliche Zukunft vor Ort gestalten können“, sagt Möllering weiter.

Der regionale Energieversorger „innogy“ unterstützt die Kommune mit einem finanziellen Beitrag von rund 8.400 Euro. Der Förderbeitrag ist Teil des „Kommunalen Energiekonzeptes“ des Konzerns. innogy-Kommunalmanagerin Monika Schürmann erklärt: „Als innovatives und in der Region verwurzeltes Energieunternehmen setzen wir auf diesem Weg gemeinsam mit den Kommunen Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz um. Wir sehen in dieser Zusammenarbeit auch einen Beitrag für mehr Standortqualität in der Region.“


Anzeige