Initiative lädt bei Fest zum Gestalten eines Rotorflügels ein

Für "Aufwind für Demokratie" sorgte beim Fest auf der Bürgerwiese unter anderem diese Gruppe junger Menschen, die den Windradflügel mit Aussagen und Bildern zum Thema bunt gestaltete. Foto: fDiS/ Alfred Riese

Emsdetten

Saerbeck. Eine Woche vor den Kommunalwahlen ist Saerbeck um ein Kunstwerk reichre. Beim „Aufwind für Demokratie“-Fest am Samstag auf der Bürgerwiese hinterließen viele Menschen auf einem kleinen Windradflügel ihre Aussagen zum Thema Demokratie, zusammen mit Handabdrücken oder Bildern. Der Demokratie-Flügel ist bis zum Wahlsonntag auf dem Rathaus-Vorplatz zu sehen.

„Vielfalt ist unsere Stärke“ ist dort zu lesen oder, sozusagen als Programm, „Wir bauen Brücken, keine Mauern“. Das meiste ist positiv formuliert. Eher als Handlungsaufforderung zu verstehen ist die Aufschrift: „Hallo! Wenn du dich nicht um mich kümmerst, dann verlasse ich dich. Deine Demokratie“.

Hinter diesem „Fest für alle“ steht die Initiative „für Demokratie in Saerbeck“ (fDiS), eine kleine Gruppe von Saerbeckerinnen und Saerbeckern. Sie war im Sommer bereits mit einem wandernden Autoanhänger und einer Faltblätteraktion in Erscheinung getreten, die Behauptungen der AfD mit Faktenchecks bearbeitete. Auch den „Demokra-Tisch“, eine Einladung an alle zum offenen Gespräch mit allen vier Ratsfraktionen gleichzeitig, geht auf die Initiative zurück.
Das „Aufwind“-Fest am Samstag lockte etliche Interessierte, unter anderem Familien mit Kindern und Vertreter aller Parteien in Saerbeck, auf die Wiese. Hüpfburg, Spiele, Grillwurst und Kaffee und Kuchen sorgten für eine lockere Atmosphäre. „Gut, dass ihr das macht“, hörten die Mitglieder der Initiative mehrfach.

In einer kurzen Begrüßungsrede sahen Dr. Michaela Bank und Alfred Riese die Demokratie unter Druck und salonfähig gewordene, rechtsextremistische Positionen als Herausforderung. „Wir möchten deshalb gemeinsam ein Zeichen setzen für den Erhalt unserer Demokratie, für unsere Freiheiten und für ein friedliches Miteinander in unserem Dorf und in unserem Land, damit Extremismus, Parolen und Pöbeleien hier keinen Platz haben“, sagten sie.


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