Emsdetten. Am vergangenen Samstag wurde die Stadtbibliothek Emsdetten im Rahmen der Woche der seelischen Gesundheit zu einem besonderen Ort der Begegnung: Bei der Veranstaltung „Offenes Buch trifft offene Ohren“ konnten Besucherinnen und Besucher nicht Bücher, sondern Menschen mit besonderen Lebensgeschichten ausleihen – für ein persönliches Gespräch auf Augenhöhe.
Im Mittelpunkt standen vier Stunden lang Gespräche mit sogenannten „lebenden Büchern“ – Menschen, die aus eigener Erfahrung mit psychischen Erkrankungen berichten konnten. Die Nachfrage war groß: Die Gesprächspartnerinnen und -partner waren durchgehend im Einsatz, die Gespräche fanden in Zweier- oder Dreiergruppen in einer geschützten und respektvollen Atmosphäre statt.
Ziel der Aktion war es, Vorurteile gegenüber psychischen Erkrankungen abzubauen, neue Perspektiven zu eröffnen und die Vielfalt menschlicher Erfahrungen sichtbar zu machen. Die persönlichen Begegnungen ermöglichten es, hinter Etiketten und gesellschaftlichen Zuschreibungen zu blicken – und auf diese Weise Verständnis, Empathie und Offenheit zu fördern.
