Emsdetten. Auch in diesem Jahr setzen die Ratsfrauen der Stadt Emsdetten gemeinsam mit Tanja Heuer, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Emsdetten, ein deutliches Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Anlass ist der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen – dieser findet jährlich am 25. November statt.
Bereits am Montag (24. November) haben die Ratsfrauen zusammen mit Bürgermeister Oliver Kellner die Fahne gegen Gewalt vor dem Emsdettener Rathaus gehisst.
„Das in der letzten Woche veröffentlichte Bundeslagebild ‚Häusliche Gewalt 2024‘ des Bundeskriminalamtes erschüttert und alarmiert: Die Gewalt gegen Frauen hat erneut zugenommen. Aus diesem Grund ist es so wichtig, dass wir auch in diesem Jahr wieder ein klares Zeichen setzen“, betont Bürgermeister Oliver Kellner.
Auch Tanja Heuer unterstreicht die Bedeutung des Aktionstages: „Gewalt gegen Frauen ist kein Randproblem, es betrifft alle gesellschaftlichen Bereiche. Mit unseren Aktionen wollen wir Betroffenen Mut machen, Hilfe in Anspruch zu nehmen, und gleichzeitig das Umfeld sensibilisieren. Jede und jeder kann dazu beitragen, dass Gewalt keinen Platz in der Familie, im Freundeskreis und in der Gesellschaft hat.“
Ab dem 25. November beteiligen sich erneut zahlreiche Bäckereien im Kreis Steinfurt an der Brötchentütenaktion. Die Tüten tragen die Nummer des Hilfetelefons sowie Hinweise auf Frauenberatungsstellen – ein niedrigschwelliger Weg, um Betroffene und ihr Umfeld auf Hilfsangebote aufmerksam zu machen.
Infostand auf dem Wochenmarkt
Am Samstag (29. November) informieren die Ratsfrauen gemeinsam mit den Frauen des Soroptimist International Club Emsdetten-Greven-Saerbeck ab 10 Uhr an einem Stand auf dem Emsdettener Wochenmarkt. Neben Informationsmaterialien des Hilfetelefons werden kleine Give-aways verteilt. Ziel ist es, die Menschen zu sensibilisieren und die Nummer des Hilfetelefons noch bekannter zu machen. Wer von Gewalt betroffen ist oder Menschen kennt, die Hilfe benötigen, kann sich jederzeit an das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ unter der Nummer 116 016 wenden. Die Beratung ist kostenlos, anonym, barrierefrei und in 18 Sprachen möglich. Auch Jungen und Männer finden Unterstützung: Unter www.echte-maenner-reden.de gibt es Live-Chat-Angebote, Online- oder Video-Beratung sowie eine Übersicht lokaler Beratungsstellen.
Für Kinder und Jugendliche steht die Nummer gegen Kummer unter www.nummergegenkummer.de oder telefonisch unter 116 111 bereit. Auch Eltern und andere Bezugspersonen können sich dort anonym und kostenlos beraten lassen.
