Blaualge, ja oder nein? Wasserproben werden derzeit im Labor untersucht

Foto: Liesenkötter

Emsdetten

Saerbeck (DiLi). Beim täglichen Spaziergang um den Saerbecker Badesee fielen Saerbecker Bürgerinnen und Bürgern eine grünliche Verfärbung des Wassers sowie eine schnelle Entwicklung von Algen auf. Schnell kam der Verdacht der Blaualge auf, obwohl diese sich eher bei hohen Temperaturen entwickelt. „Wir in Detten“ nahm diesbezüglich Kontakt mit dem „Wasser + Freizeit Verein Münster e.V.“ sowie mit der Gemeinde Saerbeck auf.

Saerbecks Bürgermeister Dr. Tobias Lehberg erklärte im Gespräch mit „Wir in Detten“: „Die geäußerte Vermutung eines Blaualgenbefalls können wir nach unseren ersten Prüfungen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausschließen, da weder die für die Entstehung von Blaualgen typischen Voraussetzungen (unter anderem hohe Temperaturen, starke Sonneneinstrahlung, wenig Wind) noch die für Blaualgen typischen Anzeichen (grünlich oder bläulich-grüne Färbung des Wassers, wolkenartige Teppich- oder Schlierenbildung, tote Fische an der Wasseroberfläche) vorliegen.

Wir erklären uns die Wasserveränderungen derzeit wie folgt: Wenn sich im Winter die Wassertemperatur in einem See absenkt, kann es tatsächlich zu einem Auftrieb von Bodensedimenten kommen. Das wirkt zunächst befremdlich, lässt sich aber physikalisch und biologisch gut erklären. Wasser hat bei 4 Grad die größte Dichte (Dichte-Anomalie), somit kommt es in der kalten Jahreszeit zu vertikalen Strömungen. Nach der ersten Frostperiode des Jahres sind diese Vorgänge auch nachvollziehbar. Ein erneutes Absinken der Ablagerungen im Laufe einer Temperaturphase mit konstant über 4 Grad ist zu erwarten. Das Phänomen wurde bereits in den vergangenen zwei Wochen von Teilnehmerinnen und Teilnehmern des sonntäglichen Kaltbadens bemerkt. Negative Auswirkungen konnten die circa 40 Schwimmerinnen und Schwimmer nicht feststellen. Wir stehen bei der weiteren Untersuchung mit den zuständigen Behörden des Kreises Steinfurt in engem Austausch. Ergebnisse einer Laboruntersuchung des Wassers liegen derzeit noch nicht vor.“

Sobald der Redaktion weitere Informationen oder Laborergebnisse vorliegen, werden diese schnellstmöglich veröffentlicht.

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Foto: Liesenkötter


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