Saerbeck. Einige Senioren zeigten sich so begeistert über die Kita Regenbogen, dass sie gerne am nächsten Morgen wiederkommen wollten. „Gerne“, antwortete Verbundleitung Sabine Breyer auf die scherzhafte Frage, „aber bitte mit Pantoffeln und Matschhose.“ Die neue Tageseinrichtung am Friedhof war in diesem Jahr das Ziel des traditionellen Frühjahrsspaziergangs der Kolping Senioren.
Das Interesse war groß: Über 50 Mitglieder der ältesten Kolping-Gruppe machten sich vom Bürgerhaus auf den kurzen Weg dorthin oder kamen direkt zum Emsweg.
Sabine Breyer und Kita-Leiterin Yvonne Bußmann erläuterten kurz im Gymnastikraum die Rahmenbedingungen und die Aufgabe einer Tageseinrichtung für Kinder heute. War in früheren Jahren, an die sich manche der Senioren noch erinnerten, nur eine kurze Betreuung am Vormittag möglich, können die Kinder heute um 7 Uhr gebracht werden und bis 16.30 Uhr bleiben.
Auch geht es um weit mehr als Beschäftigung und sichere Betreuung. Die Erzieherinnen hätten einen Bildungsauftrag. Damit spreche man auch nicht mehr vom Kindergarten, sondern von der Kindertagesstätte. Aufgeteilt in zwei Gruppen konnten die Senioren beim Gang durch die Räume diesen Wandel in der Arbeit räumlich erleben. Sie staunten über die Großzügigkeit der Vier-Gruppen-Einrichtung und deren Ausstattung, während die draußen spielenden Kinder zwischendurch neugierig durchs Fenster schauten und den Besuchern zuwinkten.
Viele Fragen mussten die beiden Mitarbeiterinnen beantworten nach Ablauf, Elternbeiträgen und Gruppenstruktur. Deutlich wurde die besondere Herausforderung für die Erzieherinnen, immer wieder die Neugier der Kinder zu wecken, auch wenn sie über viele Jahre in die Kita gehen. Interessiert schauten die Besucher auch in den Extraraum für die „Schuwidus“, in dem die „Schulkind-wirst-du“-Kinder im letzten Jahr spielerisch noch einmal verstärkt auf einen guten Start in ihre weitere Bildungskarriere vorbereitet werden.
Mit vielen neuen Eindrücken ging es zurück zum Bürgerhaus, wo Kaffee und selbst gebackener Kuchen wartete als gute Grundlage, um das Erlebte und viel mehr in den Tischrunden auszutauschen. Die Gespräche lassen sich beim nächsten Frühstück fortführen, das traditionsgemäß am letzten Mittwoch im Monat stattfindet.
