Große Emotionen und moderner Groove in St. Georg

Foto: OnceAgain

Emsdetten

Ein mitreißendes musikalisches Erlebnis verwandelte die Saerbecker St.-Georg-Kirche am späten Sonntagnachmittag in eine lebendige Bühne für moderne Chormusik. Vor voll besetzten Kirchenbänken gestaltete der bekannte Steinfurter Pop- und Gospelchor „OnceAgain“ einen energetischen Spätnachmittag.

Das Ensemble bewies eindrucksvoll, wie harmonisch sich sakraler Raum und moderne Rhythmen verbinden lassen. Von der ersten Minute an zogen die rund 40 Sängerinnen und Sänger unter der Leitung des Vollblutmusikers Winne Voget am Piano das Publikum in den Bann. Es erklangen die energiegeladenen Rhythmen des traditionellen Spirtuals „Plenty good room“, mit denen der Chor das Publikum sofort spürbar in Bewegung brachte. In der Folge berührende Balladen, sanfte, emotionale Popstücke, die für einige Gänsehautmomente und Stille im Kirchenschiff sorgten.

„Erwarten Sie, dass Sie in diesem Haus einmal Songs von der Funk- und Disco-Band Kool & the Gang hören?“, fragte Moderatorin Heidi Feige und erinnerte das Publikum an die zurückliegenden 80ger Jahre. Erst lachten die Zuhörer, dann wurde gefeiert. Es erklang die ultimative Party-Hymne „Celebration“ und lud, gestisch und tänzerisch vom Chor unterstützt, mit seinem extrem mitreißenden Groove „Celebrate good times, come on!“ sofort zum Mitsingen ein. Gleich im Anschluss ein Hit der Rockband Queen. Don`t stop me now. Der packende Groove riss alle Zuhörer mit und vermittelte das unbändige Gefühl, unaufhaltsam zu sein. Pure Euphorie und unbändige Lebensfreude versprühte sichtbar und hörbar auch der Soul-Klassiker „Higher and higher“. Das Publikum hielt es spätestens bei den Up-tempo-Nummern nicht mehr auf den Bänken – es wurde begeistert mitgeklatscht, mitgewippt und mitgesungen. Nach den energiegeladenen Pop-Hymnen vollzog das Konzert einen eleganten und berührenden Stimmungswechsel. Das Ensemble schaltete spürbar einen Gang zurück und machte Platz für die leisen, intimen Momente des nachmittags. Solistinnen und Solisten holten mit stimmlicher Klarheit das Publikum aus der Partystimmung ab und sorgten für emotionale Stille mit Titeln wie „I have a dream“, „I can only imagine“ und „This is me“.

Nach einem emotionalen Finale mit Billy Joels melancholischer, zutiefst berührender Ballade „And so it goes“ und langanhaltendem, stehendem Applaus entließ der Chor die begeisterten Saerbecker mit einem Gefühl von tiefer musikalischer Erfüllung in den Sonntagabend. Die freiwilligen Spenden am Ausgang spiegelten die Anerkennung für diese hochkarätige, ehrenamtliche Kulturarbeit wider.


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