Emsdetten. 25 Jahre Städtepartnerschaft Emsdetten-Hengelo und 20 Jahre Städtepartnerschaft Emsdetten-Chojnice – und die Caritas-Projekt-Gruppen des Fußball-Treffs und der inklusiven Band „Knalleffekt“ leisteten aktiv ihren musikalischen und sportlichen Beitrag.
Den sportlichen Teil bestritt das Team der Caritas-Kicker mit einem Freundschaftsspiel gegen die niederländische Partner-Mannschaft Estinea Bartelinkslaantje Hengelo. Herzlich und perfekt vorbereitet wurde die deutsche Delegation in den Niederlanden auf nagelneuem Kunstrasen empfangen. Mit Referee Eric Braamhaar, einem ehemaligen Fifa-Schiedsrichter, erhielt die Partie auch sportlich den verdient-würdigen Rahmen. Vom Hengeloer Amateur Fotoclub wurden die schönsten Momente fotografisch festgehalten.
In einem intensiven Spiel mit Chancen auf beiden Seiten waren es letztlich die Torhüter, die das Spiel entschieden. Auch wenn das Ergebnis eines solchen Spiels sicher zweitrangig ist, war das Caritas-Team sichtlich stolz, mit einem 6:2 den Wanderpokal wieder zurück nach Emsdetten zu holen.
Bereits im dritten Jahr fand der Wettstreit der inklusiven Kicker statt, bei dem die Teams wechselseitig Spiel und die anschließende Fußball-Freundschafts-Feier ausrichten – und alle sind sich einig: es sollen noch möglichst viele folgen. 2017 wird die Partie wieder von der Caritas ausgerichtet – mit Unterstützung der Stadt Emsdetten: „Wir wollen diese tolle Aktion der Partnerstädte natürlich weiter fördern“ betont Städtepartnerschafts-Koordinator Klaus Osterholt der Stadt Emsdetten. „Genau so – aktiv und voller Freude gelebt – wünschen wir uns die Städtepartnerschaft ja.“ Dem pflichten auch Trainer und Caritas-Kapitän Daniel Moss bei: „Das ist eine Riesen-Motivation für unser Team und es macht vor allem richtig viel Spaß“.
Mit der gleichen Motivation und Leidenschaft machte sich im gleichen Zeitraum die inklusive Caritas-Band „Knalleffekt“ gemeinsam mit den Bands „Cosmic Radiation“ (Emsdetten) und „Midnight Motel“ (Hengelo) sowie Freiwilligen des „Detten Rockt“-Festivals, des Jugendzentrums „13:drei“ und des unabhängigen Jugendzentrums „Cerberus“ in Hengelo auf den langen Weg nach Chojnice in Polen. Organisiert wurde die Begegnungsfahrt von der Rockinitiative Emsdetten, die bereits seit 2011 mit dem Bandprojekt des Caritasverbandes Emsdetten-Greven zusammenarbeitet.
Vor Ort erwartete die knapp 50 Teilnehmer ein strammes Programm: die gemeinsame Durchführung des „Intertony“-Festivals 2016 gemeinsam mit Freiwilligen des unabhängigen Jugendzentrums Chojnice. Bei der Vorbereitung des Geländes mussten alle mit anpacken: Zäune aufstellen, Kabel verlegen, Zelte aufbauen und Bühne errichten. Die Zusammenarbeit der jungen Menschen klappte dabei über alle Sprachgrenzen und Behinderungen hinweg durchweg reibungslos.
Am Samstag wurde dann ordentlich gerockt – vor knapp 300 Zuschauern enterten der Reihe nach neun Bands unterschiedlicher Genres und Nationalitäten die Bühne und heizten dem rockaffinen Publikum gehörig ein. Den Auftakt machte dabei die inklusive Caritas-Band „Knalleffekt“, die mit 16-köpfiger Besetzung und großer Bühnenpräsenz bereits die Stimmung zum brodeln brachte. Auch nach dem Auftritt wurde vor und hinter der Bühne kräftig mit den anderen Bands und Organisatoren weitergefeiert und gerockt.
Beim abschließenden Grillnachmittag mit allen Beteiligten durfte am Ende natürlich auch die für Vollblutmusiker obligatorische „Jamsession“ nicht fehlen.
Hier wurde nochmals deutlich, wie kraftvoll und spielerisch Musik sämtliche Grenzen und Barrieren überwindet: Ohne Wenn und Aber musizierten polnische, niederländische und deutsche Musiker mit und ohne Behinderungen gemeinsam, reichten ihre Instrumente an den nächsten weiter und brachten die Verstärker noch einmal zum Glühen. Am Ende bleibt ein unvergessliches Wochenende für alle – um es mit den Worten eines begeisterten Teilnehmers zu sagen: „Das ist dann also gelebte Inklusion ohne Grenzen!“
