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Di, Feb

Hübsche Hotels für Fledermäuse

Foto: Simone Friedrichs

Greven

Greven. Einige Fledermausarten sind vom Aussterben bedroht. 13 Schüler der Grevener Martin-Luther-Grundschule wissen seit einigen Wochen ziemlich genau Bescheid, was Feldermäuse so alles treiben und wie man den kleinen Flattertierchen helfen kann. Zum Beispiel mit geeigneten Nistkästen, die nun an Bürgermeister Peter Vennemeyer übergeben wurden. In der Wald-AG, die der Förderverein der Schule organisiert hat, lernten die Schüler allerhand über Flora und Fauna. 

Der Förderverein organisiert jedes Jahr interessante AGs. In diesem Jahr ging es mit dem Team von ‚Wolfis Waldpädagogik‘ in den Stadtwald“, erzählt Claudia Dyballa. Sie selber war auch fast die ganze Zeit mit dabei und oganisierte das Drumherum, zum Beispiel die Fahrgemeinschaften zum Stadtwald.

13 Kinder nahmen an der Wald-AG teil und erforschten an Nachmittagen mit Thomas Riepenhausen den Lebensraum großer und auch ganz kleiner Waldbewohner – und das natürlich auch bei Wind und Wetter. „Das hat uns gar nichts ausgemacht, ganz im Gegenteil“, schwärmten die Kinder.

Unter anderem erfuhren die Schüler, dass es auch Tiere gibt, die vom Aussterben bedroht sind, weil ihnen im Zuge der Bebauung und Modernisierung die Lebensräume fehlen. So nisteten zum Beispiel Feldermäuse früher auch auf Dachböden. Ganz kleine Einfluglöcher im Giebel reichten für die kleinen Säugetiere schon aus. „Aber heute ist ja das ganze Dach komplett dicht und es gibt keine kleinen Löcher mehr.“ Eben darum bauten die Kinder im Rahmen ihrer Wald-AG Nistkästen für Fledermäuse, die sie nun dem Bürgermeister geschenkt haben. „Damit die Kästen von den Fledermäusen angenommen werden, müssen sie in über vier Metern Höhe angebracht werden“, erklärt Thomas Riepenhausen. „Wir suchen in Absprache mit unserer Umweltbeauftragten und dem NABU die optimalen Standorte für die Kästen und bringen diese dort an“, sagt Peter Vennemeyer. Zum krönenden Abshluss der AG gab es noch einmal Stockbrot über der Feuerschale, dieses Mal allerdings auf dem Schulhof.


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