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Mo, Jun

Arbeiten abgeschlossen: Nach dem Bau ist vor dem Bau

Alles passt, alles stimmt, alles gut: Fernando Quiroga, Manfred Dorn und Laura Nieland (v.l.) beim Ortstermin auf der Wilhelmstraße. Foto: Stadt Ibbenbüren/André Hagel

Ibbenbüren

Ibbenbüren. Ein letzter prüfender Blick: Alles in Ordnung? Alles gut, sagen die Augen von Fernando Quiroga und Manfred Dorn. Die beiden Fachmänner von der Straßenbauabteilung der Stadt Ibbenbüren haben sich an diesem Dezembermorgen zusammen mit der Auszubildenden Laura Nieland auf den Weg zur Wilhelmstraße gemacht.

Dort sind die Arbeiten des zweiten Bauabschnittes abgeschlossen. Just hat noch die Bepflanzung ihren Platz in den Beeten entlang des Straßenverlaufes gefunden. Einmal noch prüfen, ob alles nach Maß passt, die finale Optik stimmig ist – dann kann gedanklich ein Strich unter diesen Abschnitt des groß angelegten Straßenbauprojektes gemacht werden.

Unter besagtem Strich steht bei Dorn und Quiroga vor allem ein zufriedenes Fazit. Ende Juni war die Baumaßnahme mit der Erneuerung der Kanalisation angelaufen. Die bezog sich für das Regenwasser auf eine Strecke von gut 120 Metern; hinzu kam teilweise die Sanierung für Schmutzwasserleitungen.

Das dauerte bis September. Dann ging es an den Straßenendausbau. Das wiederum hieß, in Stichpunkten: Ausbau der Fahrbahn wie im ersten Abschnitt, Ausbau der Gehwege. Umfang der gesamten zu erneuernden Oberfläche: 2.450 Quadratmeter. Ausbaukosten: rund 250.000 Euro. Außerdem mit im Paket: die Ausweisung der Tempo-30-Zone sowie eine Anpassung der Schulhinweisbeschilderung. Anfang November schon erfolgte die Freigabe für den Verkehr.

Die umfassende Baumaßnahme hat der Wilhelmstraße im Bereich der Roncallistraße nicht nur ein deutlich anderes, zudem angenehmes Aussehen verschafft. Die Wilhelmstraße „funktioniert“ hier jetzt auch anders: Die Busbucht auf der Südseite, in Höhe des IT-Unternehmens Hövermann, fiel weg; dafür erfolgte dort der Aufbau eines sogenannten Buskaps. Der Bus bleibt hier auf der Fahrbahn stehen, während die Gäs­te aussteigen. Die Busbucht auf der Nordseite blieb demgegenüber erhalten, so wie vor dem Ausbau.

Beide Seiten wurden barrierefrei ausgebaut. Fahrbahn und Gehwege sind vor dem Hövermann-Standort und dem Baustoffhandel Krause vis-à-vis auf einer Ebene gepflastert. Die Gehwege sind durch eine leichte Anrampung von der Asphaltfahrbahn abgesetzt. Auf der Nordseite, vor dem Unternehmen Krause, wurden Beete angelegt. Der Zugang zum Baustoffhändler wurde barrierefrei gestaltet. Ebenfalls auf den Plan gesetzt wurde die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf moderne LED-Technik. Ein Pensum, nicht von Pappe.

Manfred Dorn und Fernando Quiroga nicken. „Das hat nicht zuletzt von den Anliegerunternehmen Hövermann und Krause, aber auch von den privaten Anliegern der Roncallistraße Geduld erfordert“, bestätigen sie. „Und sie haben prima mitgemacht, Geduld gezeigt.“ Weshalb die beiden städtischen Experten allen Geduldigen ein nachdrückliches „Dankeschön!“ dafür aussprechen. 

Und jetzt, wo Quiroga und Dorn den gedanklichen Strich unter den zweiten Bauabschnitt gezogen haben? Nach dem Bau ist vor dem Bau, könnte man in Abwandlung eines Leitmottos aus dem Sport formulieren. Die weitere Sanierung der Wilhelmstraße läuft in Teilabschnitten bis 2021. Als nächste Etappe steht 2018 der Bereich von der Roncallistraße bis zur Einmündung Rählege an. Wieder ein gehöriges Paket, sagen die Augen Quirogas und Dorns. Aber sie sagen auch: Es wird sich lohnen.

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