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Mi, Mai

Wenn die Diagnose „Krebs“ heißt

Gudrun Bruns, Leiterin des Krebsberatungsstelle des Tumor-Netzwerks im Münsterland, informiert in der Familienbildungsstätte über den Umgang mit der Diagnose „Krebs“. Foto: privat

Ibbenbüren

Ibbenbüren. Viele Menschen reagieren verunsichert, wenn sie erfahren, dass Angehörige, Freunde oder Kollegen an Krebs erkrankt sind. Sie wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen und welche Reaktion gegenüber den Betroffenen angemessen ist.

Darf man die Erkrankten darauf ansprechen oder ist es besser, darüber zu schweigen? Welche Auswirkungen ergeben sich auf den Alltag und die weitere Lebensplanung? Am 26. März informiert Gudrun Bruns, Leiterin des Krebsberatungsstelle des Tumor-Netzwerks im Müns­terland (TiM) e. V., in der Familienbildungsstätte Ibbenbüren über Möglichkeiten, diese Situation angemessen zu bewältigen.

Die Diplom-Sozialpädagogin und ihr Team haben es sich zum Ziel gesetzt, für Betroffene und Angehörige individuelle Wege im Umgang mit der Krankheit zu finden, sie zu entlasten und zu stärken. Ängste, Selbstwertprobleme, depressive Stimmungsschwankungen, Partnerschaftskonflikte und der Verlust an Lebenssinn sind häufige Probleme, die noch lange Zeit nach der Entlassung aus dem Krankenhaus weiter bestehen können oder dann erst deutlich werden, stellen die Fachleute des TiM fest.

Wichtig sei auch die Enttabuisierung des Themas, damit sich Erkrankte nicht verstecken müssen. Grundlegendes Ziel der Beratungsstelle ist die Verbesserung der Lebensqualität der Menschen, die durch eine Krebserkrankung belastet sind, und deren Alltag zu erleichtern.

Die Referentin wird in ihrem Vortrag die umfangreichen Angebote vorstellen, mit denen Ratsuchende unterstützt werden. Durch gute Vernetzung, hohe Qualität und Professionalität können Patienten, Angehörige oder Freunde auf Hilfe bei psychischen, und sozialen Aspekten bauen. Dazu gehören Auskünfte über Sozialleistungen, Sicherung gesellschaftlicher Teilhabe oder Beantragung von Versorgungsleistungen.

Der Vortrag in der Familienbildungsstätte in 49477 Ibbenbüren, Klosterstraße 21 beginnt am 26. März um 19 Uhr. Anmeldungen und weitere Informationen unter Telefon 05451 / 96440 oder www.fabi-ibbenbueren.de. Die Teilnahme ist gebührenfrei.


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