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Mi, Jul

Schluss mit Plastik in der Biotonne!

Auf den Keimling kommt es an (Kreis). Kompostierbare Abfallbeutel mit diesem Zeichen dürfen mit Biomüll befüllt in die Tonne gegeben werden. Bioabfälle: Das sind ausschließlich kompostierbare Abfälle aus Küche und Garten. Keinesfalls in die Biotonne gehören in Plastiktüten verpackter Bioabfall, Glas, noch verpackte Lebensmittel, Tierkot, Katzen- und Kleintierstreu, Textilien, Schuhe, Windeln, Kunststoffe jeder Art, Metall. Foto: Podszun

Rheine

Rheine. Dieses Bild werden die Rheinenser Bürger demnächst häufiger sehen: Emsige Kontrolleure, die einen Blick in die Biotonnen werfen. Wer nicht richtig befüllt hat, bekommt eine Verwarnung in Form eines gelben Aufklebers.

Wer wiederholt falsch sortiert hat, bekommt einen roten Aufkleber. Das bedeutet, dass die Tonne nicht geleert wird. Der Wiederholungstäter muss also seine Biotonne erst einmal nachsortieren, damit sie wieder geleert wird. Ganz üble Biotonnenverschmutzer bekommen auch schon bei der ersten Kontrolle die rote Karte gezeigt.

Die Rheinenser Bioabfälle werden im Kompostwerk der kreiseigenen Entsorgungsgesellschaft Steinfurt (EGST) in Saerbeck verwertet. Daraus entsteht wertvoller Kompost, der als Dünger auf die Äcker aufgebracht wird. „Alle nichtkompostierbaren Abfälle, die in der Biotonne landen, müssen am Kompostwerk aufwendig aussortiert und anschließend teuer entsorgt werden.

Diese Kosten tragen alle Bürger über ihre Müllgebühren, auch diejenigen, die ihren Bioabfall richtig sortieren“, erklärt Tanja Starke, Leiterin der TBR. Als Nebenprodukt der Kompostierung entsteht zudem Ökostrom für rund 2.000 Haushalte. Der Erlös aus dem Stromverkauf mindert die Abfallgebühren für alle Bürger des Kreises. Um etwas gegen die Ungerechtigkeit zu tun, dass gut sortierende Bürger genau so viel zahlen wie „Müllferkel“ und um dauerhaft die hohe Qualität des Steinfurter Komposts zu sichern, sind nun die Biotonnenkontrolleure unterwegs. Die zwei Damen und zwei Herren sind Mitarbeiter der EGST, aber im Auftrag der Stadt Rheine unterwegs.

Jährlich rund 5.000 Tonnen, immerhin fast 10 Prozent des eingesammelten Bioabfalls, müssen am Kompostwerk Saerbeck als Restabfall aussortiert werden, so Franz Niederau, Geschäftsführer der EGST. Das kostet Zeit und Energie. Am Ende bleibt auch immer ein Risiko, dass ein Teil nicht erfasst wird und im Kompost auf unserem Gemüseacker landet. Das kann niemand wollen. Die Anzahl der Fehlwürfe ist zwar seit 2014, als die EGST mit ihrer Aufklärungskampagne zur richtigen Befüllung der Biotonne als „Aktion saubere Biotonne“ begonnen hat, bereits zurückgegangen, es geht aber noch viel besser. Wer keinen gelben oder roten Aufkleber auf seiner Tonne möchte, beherzigt die folgenden Tipps:

Biotonne – was darf rein?

Nur kompostierbare Abfälle aus Küche und Garten! Die Bioabfälle dürfen in Papiertüten, in kompostierbaren Tüten (mit Keimling-Symbol) oder in Zeitungspapier gewickelt in der Tonne entsorgt werden. Oft zu findende Fehlwürfe sind beispielsweise auch Windeln, Flaschen, Wattestäbchen, Verpackungen, Zeitungen und Zeitschriften, Textilien, Taschen und Schuhe. Auch tierische Fäkalien wie Hunde- und Taubenkot sowie Katzen- und Kleintierstreu dürfen nicht über die Biotonne entsorgt werden.


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