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Do, Sep

14. Nacht der Museen – 15 beteiligte Standorte

Vertreter der Standorte, die Sie am Samstag entdecken können, und Organisatoren freuen sich schon jetzt auf die 14. Auflage der Nacht der Museen.Foto: Schulte Renger

Rheine

Rheine (isr). Museen sind langweilig? Mumpitz! Und das trifft vor allem auch nicht auf das Programm der 14. Nacht der Museen am kommenden Samstag (3. August) von 19 bis 0 Uhr zu, das sich an 15 Standorten der unterschiedlichsten Museen Rheines abspielt.

 

 

Zum ersten Mal mit dabei ist die Galerie „Brockmann & Sons“ in der Münsterstraße. Hier können Sie Fotos und gemalte Kunstwerke von Künstlern aus ganz Deutschland unter dem Motto „Freestyle“ entdecken. Westfälische Kulturfreunde, die sich dank ihrer Herkunft bei solch einem Event auch über ein Bierchen freuen, sollten hingehen, die Galerie beherbergt nun auch ein Café, das „Baristina“, und darf ab und an im Jahr auch Alkoholisches ausschenken – so eben auch in der Nacht der Museen (und ich darf das schreiben, ich bin selbst kulturbegeisterte Westfälin). 

Im Basilika-Archiv erfahren Sie Spannendes über die Krypta und dürfen sogar sonst nicht zugängliche Bereiche wie den Krippen- und Kreuzkeller erkunden.
Am Apothekenmuseum in der ehemaligen Löwen-Apotheke sollten Sie sich pünktlich um 18.30 Uhr einfinden, wenn Sie eines der begehrten Tickets für die beliebte Führung mit „Pillendreher“ Stefan Planckermann, an der maximal 30 Personen jede halbe Stunde teilnehmen können, ergattern wollen.

Im Falkenhof-Museum ist Maler und Grafiker Rolf Löhrmann anlässlich einer aktuellen Schenkung anwesend, es gibt spannende Führungen mit Einsichten in die archäologischen Funde auf dem Marktplatz und zum ersten Mal eine Kunstausstellung, die nur eine Nacht und einen Tag (Sonntag) andauert.

Im kleinen Eisenbahnmuseum, das mit einer Schienenstrecke von gut 400 Metern auch gar nicht mal so klein ist, erwartet Sie im EEC eine r(h)eine Miniaturwelt.

Die Fachwerkhofanlage Pöpping lockt gleich aus mehreren Gründen nach Elte. Heinz Pöpping gibt als Hausherr Einblicke in die Hofgeschichte, es gibt hoftypische Genüsse zu kleinen Preisen und die Anlage ist romantisch beleuchtet. Des Weiteren ist noch Heinz Schulte vom Metropoli zu Gast und präsentiert in einem Wanderkino Exponate und humorvolle Celluloid-Filme aus der Stummfilmzeit. Ebenfalls in Elte finden Sie die Fendesack-Scheune und in dieser fast vergessene Handwerksgeräte, Gegenstände aus dem Leben auf einem Bauernhof aus den letzten 100 Jahren sowie manche Rarität, zu der Michael Glasmeyer auch einige Geschichte zu erzählen weiß. Bentlage ist ein weiterer Anlaufpunkt in der Nacht der Museen.

Im Salzsiedehaus und Josef Winckler-Haus gibt es Filmvorführungen und die Ausstellung zum Leben des Schriftstellers Josef Winckler. Auch die Schausiedepfanne wird genutzt. Im Kunstmeisterhaus präsentiert der Kunstkreis Spektrum 88 e.V. seine Werke und im Kloster Bentlage stehen unter anderem Schauspielführungen an. Auch die Europäische Märchengesellschaft und die Druckvereinigung Bentlage stellen sich vor und ein weiteres Highlight ist das Gratis-Konzert des Gregor Hilden Organ Trios.

Einen Lichtbildervortrag unter dem Motto „Wanderung durch Bentlage im vorigen Jahrhundert“ genießen Sie beim Photohistorischen Arbeitskreis des Heimatvereins Rheine 1877 e.V. – und zwar im Wirtschaftskontor am Heiliggeistplatz. Das Textilmuseum im EEC veranschaulicht am Humboldtplatz 4, wie ein PC-freies Büro ausgesehen hat.

Die Ausstellung des Fotostammtisches Rheine finden Sie noch bis zum 7. August in der Münsterstraße (ehemals Buchhandlung Eckers). In der Emsgalerie führt Sie Jan-Christoph Tonigs vom Kloster um 20.30 Uhr durch die Schülerausstellung „Irrlicht“ und richtet den Blick auch auf das Deckenkunstwerk „Ins Blaue hinein träumen“ von Margriet Smulders. Ein Pendelbus verbindet alle Standorte miteinander (Abfahrt am Dorfplatz Elte und bei Pöppings, am Bustreff, an der Saline und am Textilmuseum an der Stadthalle).

Einen ausführlichen Flyer mit allen Uhrzeiten zur Nacht der Museen gibt es unter anderem im Rathaus und beim RTV.

Die Fachwerkhofanlage Pöpping. Foto: Schulte Renger


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