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Mi, Dez

Rheine geht vor – geh mit!

Rheine

Rheine (isr). Obschon der FCE am Wochenende in der Oberliga eine 0:7-Niederlade einzustecken hatte, war am Montag nicht etwa zur Pressekonferenz ins Salvus-Stübchen eingeladen worden, um einen neuen Trainer vorzustellen.

 

Nein: Die Aktion, die hier präsentiert wurde und den Verein ab sofort maßgeblich prägen soll, geht weit über das Sportliche hinaus. Es geht um soziale Verantwortung und um eine Plattform, die man anderen Menschen, Vereinen und Institutionen bieten möchte, um Rheine gemeinsam voranzubringen.

Unter den Verantwortlichen herrschte eine positive, fast schon gelöste Grundstimmung – ein Zeichen, dass alle, die gemeinsam an der Vorstellung von „Rheine geht vor – geh mit!“ gearbeitet haben, zu 100 Prozent dahinterstehen. „Die Aktion ist nicht einmalig, sondern wird den Verein auf lange Sicht prägen“, betonte denn auch Wolfgang Essing vom Wirtschafts- und Finanzbeirat überzeugt.

Konkret bedeute dies, dass der FCE das ehrenamtliche und soziale Engagement, das den Verein schon jetzt starkmache, allerdings bisher eher selten nach außen kommuniziere, stärker in den Fokus rücke.

Alle interessierten Bürger, Fans und natürlich Sponsoren sind eingeladen, an bestehenden Projekten aktiv mitzuarbeiten oder neue Aktionen vorzuschlagen – zum Beispiel auf www.rheine-geht-vor.de oder auch auf der Facebook-Seite.Das Logo zur Aktion hat übrigens die „Expect More Kommunikation GmbH“ aus Rheine beigesteuert.

„Sportvereine (...) spielen eine enorm wichtige Rolle für das gesellschaftliche Zusammenleben. Normen und Werte wie Fairness, Zusammenhalt, Rücksicht oder Respekt werden hier bereits im Kindesalter vermittelt und prägen das weitere Leben auch außerhalb des Platzes“, begrüßt auch Schirmherr Dr. Peter Lüttmannn, der seit heute außerdem offiziell Rheines neuer Bürgermeister ist, das Vorhaben des Vereins.

Aber wie sieht die Wahrnehmung der sozialen Verantwortung beim FCE eigentlich bisher konkret aus? Zum einen gibt es da das „Team Handicap“. Im Zuge dieses Teams, das in Kooperation mit der Christopherus-Schule gebildet wurde, wird Kindern und Jugendlichen mit körperlichen und geistigen Behinderungen die Möglichkeit geboten, unter professionellen Bedingungen Fußball zu spielen. Des Weiteren gehören bereits zehn Flüchtlingskinder aus Afghanistan und Syrien den Jugendteams an. Durch Unterstützung des Fachdienstes „Migration und Integration“ der Caritas Rheine will der Verein ehrenamtliche Mitarbeiter, Mitspieler, Eltern und Vereinsmitglieder für die Thematik sensibilisieren und Schulungen zur interkulturellen Kompetenz anbieten. Es gibt eine regelmäßige Kleiderbörse mit Fußballutensilien für Kinder, Benefizspiele, Spendenläufe oder auch ein jährliches Sommerferiencamp.

Auch Sponsoren sind bereits vom Konzept überzeugt. So bringt beispielsweise Pludra sich ein, indem die Mitglieder dort 1 Cent günstiger tanken. Der gesparte Betrag kann der Aktion „Rheine geht vor!“ gespendet werden. Weitere Unternehmer, aber auch Privatpersonen oder andere Vereine, die mithelfen wollen, Rheine ein Stück weit besser zu machen, sind herzlich willkommen. Die mögliche Umsetzung neu vorgeschlagener Projekte wird von einem Gremium aus Vertretern der Stadt, des FCE und aus der Unternehmerwelt geprüft. Angedacht ist beispielsweise auch die Unterstützung jugendlicher Langzeitarbeitslose.

„Wir bieten mit einer großen Vielfalt an Erfahrungen im Ehrenamt und den Kontakten zu vielen unterstützenden Partnern eine Plattform für Projekte mit gesellschaftlichem Hintergrund“, steht auf der Homepage zur Aktion „Rheine geht vor!“.

Gehen Sie mit! Mit Ihren Anfragen, Anregungen, Projektvorschlägen und Angeboten melden Sie sich bitte in der Geschäftsstelle des FC Eintracht Rheine, Bentlager Weg 40, 48431 Rheine, unter 05971 / 911881 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Die Mitglieder des Vereins werden am heutigen Mittwoch (21. Oktober) ab 19 Uhr im Rahmen der Mitgliederversammlung im Alten Gasthaus Delsen näher über die „neue DNA“ des Vereins informiert.


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