Käskenfest wurde digital festgehalten

Das Käskenspiel der Kids können sich die Senioren auf Video anschauen. Foto: privat

Rheine

Rheine. Nähe auch in schwierigen Zeiten zu leben – das hatte sich das Team der Bonifatius-Kita schon zu Beginn der Corona-Zeit fest vorgenommen.

In der Lockdown-Phase, in der kaum ein Kind die Kita besuchen durfte, verteilten die Erzieher wöchentlich „Post“ an die Familien. Manchmal waren es Spiel- und Bastelvorschläge mit entsprechenden Materialien, manchmal Geschichten. Auch Videobotschaften mit religionspädagogischen Geschichten nach „Godly Play“ wurden wöchentlich an die Familien geschickt.

Aber auch die Senioren im Scheipers Hof hatten die Mitarbeiter der Kita nicht vergessen. Der Kontakt wurde gepflegt durch gemalte Bilder der Kinder und Ähnliches. Zudem musste das Käskenfest in diesem Jahr unter Corona-Sicherheitsbedingungen ohne Eltern und Senioren aus der Wohnanlage stattfinden. Die Kinder kamen dennoch mit ihren Laternen zur Kita und zogen mit Gesang „Kinnerkes kuem ih noa‘t Käsken“ zur geschmückten Leiter. Dort wurden traditionelle Lieder und Kreisspiele zur Gitarrenbegleitung von Tobias Plien gespielt.

Zum Schluss kam „De Buer“, dargestellt von Moritz ­Tesch, in den Kreis. Dieses Lied wurde traditionell auf Plattdeutsch gesungen. Da die Senioren und Eltern nicht live dabei sein konnten, nahm eine Mitarbeiterin der Kita das Käskenspiel auf Video auf. Diese Aufnahmen können sich die Eltern der Kinder nun auf digitalen Bilderrahmen am Gruppeneingang anschauen. Auch die Senioren aus der Wohnanlage Scheipers Hof und dem Coldinnestift werden eine Aufnahme ansehen können, auf der die Kinder ihnen zum Abschluss des Käskenfestes zuwinken. Das Team der Kita hofft darauf, bald wieder persönlichen Kontakt zwischen den Kindern und den Senioren beobachten zu können. Aber bis dahin wird es weiterhin versuchen, „Nähe auf Dis­tanz“ zu leben.


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