Digitales Senioren-Café

Jfd-„Bufdi“ Leon Oelgemöller steht den Teilnehmern des digitalen Seniorencafés mit Rat und Tat in einer Art „Großeltern-Enkel-Atmosphäre“ zur Seite. Foto: Jfd Rheine

Rheine

Rheine. Die Internetnutzung über Smartphones und Tablets besonders bei Senioren nimmt stark zu. 79 Prozent der 60- bis 69-Jährigen und 45 Prozent der über 70-Jährigen sind inzwischen online. Das zeigt, dass Senioren die digitale Welt immer mehr für sich entdecken.

Für diese Zielgruppe gibt es seit gestern (15. Dezember) nun jeden Dienstag von 15 bis 17 Uhr das „Digitale Seniorencafé“, das das Jugendamt der Stadt Rheine (Bereich Seniorenarbeit) und der Jugend- und Familiendienst e.V. (Jfd) kostenlos anbieten. Angesprochen sind Senioren aus Rheine.

Das Projekt soll älteren Menschen den Umgang mit sozialen Medien näherbringen, aber auch den sozialen Austausch fördern und somit der Vereinsamung entgegenwirken. „Gerade in Zeiten der Corona in Rheine hat sich gezeigt, dass die Kontaktbeschränkungen dazu geführt haben, dass sich Senioren zunehmend isoliert fühlen“, beschreibt Karin Bockstette, die das Café-Projekt für den Jfd betreut, die momentane Situation vieler älterer Menschen. Und so haben die Senioren nun einmal wöchentlich die Möglichkeit, sich über Internetnutzung, Videotelefonie, Online-Shopping, über Mailnutzung, soziale Medien und Ähnliches zu informieren.

Dafür steht ihnen, wenn es die Corona-Schutzverordnung in Rheine weiterhin zulässt, in der Erwerbslosenberatungsstelle an der Breiten Straße 48 Leon Oelgemöller zur Verfügung, der beim Jfd gerade seinen Bundesfreiwilligendienst absolviert. Der vom Jfd leistet direkte Unterstützung bei allen Fragen rund um Smartphones und Tablets. „Ich zeige ihnen, wie man etwa Facebook oder andere soziale Medien nutzt oder wie Skype funktioniert und helfe natürlich auch bei allen anderen Fragen“, beschreibt Oelgemöller seine Funktion. „Das soll alles ein bisschen wie in einer Großeltern-Enkel-Atmos­phäre stattfinden.“ 

Dabei werden selbstverständlich die geltenden Hygieneregeln eingehalten; außerdem besteht Maskenpflicht. Jeden Dienstag wird aber auch ein Meeting-Raum im Internet geöffnet, in den sich die Senioren einwählen können. „Den Zugangscode schicken wir ihnen vorher zu“, erläutert Karin Bockstette. Zudem gebe es auch telefonische Informationen zu den üblichen Öffnungszeiten des Jfd.

So wirken die Teilnehmer einer möglichen sozialen Isolierung entgegen. „Auch Senioren können sich virtuell verabreden – sei es zu einem digitalen Kaffeekränzchen oder aber auch zu einem Treffen mit ihrer Familie – gerade jetzt zu Weihnachten eine gute Möglichkeit, in Kontakt zu kommen und zu bleiben“, betont sie.

Wer Interesse am digitalen und kostenlosen Seniorencafé hat, das an jedem Dienstag außerhalb der Ferien stattfindet, meldet sich beim Jfd entweder unter 05971 / 914480 oder per Mail unter der Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


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