Stadt Rheine erhält ein Brennstoffzellenfahrzeug

Freude herrschte bei der Fahrzeugübergabe. Foto: Stadt

Rheine

Rheine. Wie werden wir zukünftig mobil und umweltfreundlich unterwegs sein? Diese Frage treibt auch die Stadt Rheine seit längerer Zeit um. Mit den Zielsetzungen zum kommunalen Klimaschutz ist auch ein Umdenken im Mobilitätsverhalten gefordert.

Mit Bundesförderungen zum Masterplan 100 Prozent Klimaschutz hat die Stadt Rheine bereits 2016 einen Teil ihrer kommunalen Flotte auf Elektrofahrzeuge umgerüs­tet. Bei längeren Strecken ist oftmals eine Planung hinsichtlich der Lademöglichkeiten notwendig. Wie können also auch längere Strecken umweltfreundlich zurückgelegt werden, wenn nicht der Öffentliche Personennahverkehr genutzt werden kann? 

Eine Lösung sind Fahrzeuge mit Brennstoffzellen auf Wasserstoffbasis. Dieses haben auch Bundes- und Landesregierung erkannt und fördern seit 2020 Kommunen, die diese Zukunftstechnologie nutzen möchten. Die Stadt ist hierzu eine Kooperation mit den Städten Horstmar und Lengerich, der Gemeinde Westerkappeln und dem Kreis eingegangen.

Unter dem Titel „Brennstoffzellen-Fahrzeuge mobilisieren den Kreis Steinfurt“ wurde die Anschaffung von insgesamt fünf Fahrzeugen im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur beantragt. Das Land NRW gibt über das Landesprogramm progres.nrw – Emissionsarme Mobilität weitere Zuschüsse. Durch diese Programme wird eine Förderquote von rund 72 Prozent der Anschaffungskost­en von 80.000 Euro je Fahrzeug erzielt.

Guido Wermers, Klimaschutzmanager der Stadt Rheine, konnte stellvertretend für die Verwaltung das Fahrzeug beim Autohaus Simon in Empfang nehmen. „Als Stadt wollen wir alternative Lösungen aufzeigen und unterstützen daher die Wasserstoffregion Steinfurt“, so Wermers. Der Wagen, ein Hyundai Nexo, wird von Bürgermeister Dr. Lüttmann gefahren. „Den Wasserstoff für das Fahrzeug gibt es aktuell leider noch nicht in Rheine, aber das wird sich 2021 ändern“, ergänzt er.


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