Umbau und Erweiterung der Edith-Stein-Grundschule

Bald werden auch die letzten Anzeichen der Bauarbeiten an der Edith-Stein-Schule verschwunden sein, und die Bepflanzung der Außenanlagen wird angegangen. Foto: Schulte Renger

Rheine

Rheine (isr). Mitte Juli 2019 fand er statt – der erste Spatenstich zur Erweiterung und zum Umbau der Edith-Stein-Grundschule im Dorenkamp.

Am 20. August des vergangenen Jahres, nur zirka ein Jahr nach Baubeginn, konnte das modernisierte Gebäude bereits offiziell wieder der Stadt übergeben werden. Nicht nur Schulleiter Frank Krehe ist begeistert: „Wir haben hier jetzt eine zukunftsorientierte Schule für einen sich wandelnden Stadtteil für junge Familien. Das passt!“, betont er.

Ein wahres Juwel für kleine „Edelsteine“ im Dorenkamp

Rund 2,45 Millionen Euro betrugen die Baukosten. Entstanden sind auf drei Etagen fünf neue Unterrichtsräume, eine Bibliothek, Differenzierungsräume sowie ein neuer Lehrer- und Verwaltungsbereich im Bestand. Der Keller soll als Lagerraum dienen, wobei es Überlegungen gibt, auch hier noch die Option zu nutzen, im Bedarfsfall weitere Klassenräume zu erstellen.

Hell, freundlich und modern – das sind die Hauptmerkmale des neuen Baukörpers, der einen großen Gewinn auf dem Weg zum modernen Lernen darstellt. Weitere Nutzflächen auf knapp 1.000 Quadratmetern stehen Schülern und Lehrern nun zur Verfügung.

Weiteres Highlight: Für Möbel und vor allem digitale Medien investierte die Stadt Rheine rund 125.000 Euro. Das bedeutet: Unter anderem wurden die Klassenräume mit WLAN und SmartBoards ausgestattet. Auch Tablets können die Schüler nun nutzen. Vom Raumprogramm her ist die Schule nun statt auf Zweizügigkeit auf Zweieinhalbzügigkeit ausgelegt. Es gibt ein Gäste-WC und ein Behinderten-WC und für die Barrierefreiheit sorgt ein Aufzug.

Die gemütlichen Bibliotheksräume werden gerne genutzt.

Was sind SmartBoards?

Im Grunde sind durch SmartBoards neue Zeiten angebrochen: Wer sich noch an tropfende Schwämme und Kreidestaub erinnern kann, wird das so in dieser Schule nicht mehr antreffen. Der altbekannte „Tafeldienst“ ist überflüssig geworden durch diese moderne Tafelvariante, die endlich auch an der Edith-Stein-Schule zur Verfügung steht. SmartBoards bieten viele Vorteile: Tafelbilder können einfach abgespeichert werden, um später daran weiterzuarbeiten, Medien können problemlos und schnell in den Unterricht eingebunden werden, und besondere Programm, die vor allem in den MINT-Fächern von Bedeutung sind, stehen zur Verfügung. 

Die Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen an der Edith-Stein-Schule wurden über das Programm „Gute Schule 2020“ sowie das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz II gefördert. Insgesamt sollen neun der 14 Rheiner Grundschulen modernisiert werden. Bis zum Jahr 2024 soll die Grundschuloffensive abgeschlossen sein. Mit der Planung und Bauleitung wurde das Planungsbüro „Borowski & Sasse“ aus Hörstel beauftragt. Weitere Gewerke wie Heizung und Sanitär, Dachdecker- und Elektroarbeiten wurden an Unternehmen aus der Region vergeben.

Ein echter Gewinn sind die SmartBoards in allen Klassenzimmern.

Zukunftsorientierte Schule

Der Modernisierung der Edith-Stein-Schule geht eine 58-jährige Schulgeschichte voraus:
 
Im Oktober 1959 hatte die Stadt Rheine beschlossen, eine neue Volksschule zu bauen. Dieser Schritt war nötig geworden durch die Umwandlung der einstigen Höfe Weber und Blanke in Baugrundstücke, was einen Anstieg der Schülerzahlen in der Michael- und Elisabethschule nach sich gezogen hatte.

Der Name „Edith-Stein-Schule“ wurde auf den Vorschlag des früheren Leiters der Elisabethschule, Rektor Meinrad Schmidt, gewählt. In der Anfangsphase handelte es sich bei der Edith-Stein-Schule um eine katholische Volksschule, die über acht Klassen verfügte.

Der Unterricht begann am 17. April 1963 für insgesamt 284 Schülerinnen und Schülern. Nur leider war der Baukörper nicht rechtzeitig fertig geworden, sodass man zunächst mit einigen Problemen zu kämpfen hatte. So standen zum Beispiel zunächst nicht genug Stühle und Tafeln zur Verfügung und auch der Schulhof konnte noch nicht genutzt oder gar bespielt werden. 1968 stand eine Schulreform an, die eine Aufteilung der Volksschulen in Grund- und Hauptschulen beinhaltete. Auf diese Weise wurde die Edith-Stein-Schule zur Grundschule, die im Jahr 1988 ihren 25. Geburtstag feiern konnte.
Die „Edelsteinschule“

Wer die Edith-Stein-Schule im Internet sucht, der wird seit 2003 unter der Adresse www.edelsteinschule.de fündig. Edelsteinschule? Ein Tippfehler? Mitnichten.
Der Name wurde gewählt, weil zum einen natürlich das Kollegium der Ansicht ist, man unterrichte viele kleine Edelsteine und schleife diese im Unterricht.
Aber auch die Schüler haben damit zu tun: Nicht wenige Erstklässler verwechseln die Bezeichnung ihrer Schule mit dem Wort „Edelstein“. Deshalb führt man schon seit Jahren den einprägsamen Spitznamen „Die Edelsteiner“.

Dieser ist längst schon zum Markenzeichen geworden, schlägt er sich doch mittlerweile sogar schon im Logo der Schule nieder, das Sie auch oben auf diesen Seiten sehen können. Dieses Logo ist übrigens im Rahmen eines Wettbewerbs zum 50-jährigen Schuljubiläum entstanden, an dem 42 Kinder und ihre Familien teilgenommen hatten. Die Schulkonferenz wählte den Siegerentwurf von Michelle Befort aus.

Die Edith-Stein-Schule finden Sie in der Bühnertstraße 11. Sie erreichen Sie unter 05971 / 51021 und per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Gerade in diesen Zeiten beliebt ist die Kletterspinne.

Rötlich-beiges Verblendmauerwerk und asymmetrische Fensterflächen verleihen dem Neubau ein modernes Aussehen.

Fotos: Schulte Renger


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