Stadtplanung im Dialog

Die Verantwortlichen hoffen auf viele Besucher. Foto: Stadt

Rheine

Rheine. Nach umfangreichen Bestandsaufnahmen, städtebaulichen Analysen und der Bewertung der Grünstrukturen beabsichtigt die Stadt Rheine, ein neues Quartier auf dem Gelände der General-Wever-Kaserne zu entwickeln.

 

„Bestenfalls werden wir schon Ende des Jahres 2017 erste Grundstücke in die Vermarktung geben können“, so Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann. Neun Jahre nach der Schließung der Kaserne beginnt nun der städtebauliche Planungsprozess, zu dem die Stadt Rheine Bürger herzlich zur Mitgestaltung einlädt. „Stadtplanung im Dialog“ – heißt es von Montag bis Mittwoch (23. bis 25. November). In drei Veranstaltungen wollen Stadtplaner, Architekten, Landschaftsplaner und weitere Fachleute aus Verwaltung und externen Ingenieurbüros über die Möglichkeiten zur Entwicklung der Kasernenfläche diskutieren und ein Konzept dazu entwickeln. Die Bürgerschaft ist am Montag um 18.30 Uhr herzlich ins Stadtparkrestaurant, Bevergerner Straße 74, eingeladen, um Ideen und Anregungen für die Entwicklung des Gebietes vorzubringen. Fest steht, dass die alte Gebäudesubstanz nicht erhaltungswürdig ist. „Wasserver- und -entsorgung und die Heizungsanlage existieren nur zentral, das entsprach den Standards eines Kasernengebäudes“, erklärt Konversionsmanager Uwe Raffloer. Diese aber nun zu erneuern und die Gebäude zu ertüchtigen, würde sich nicht rentieren. Im Jahr 1960 wurde auf dem Areal des ehemaligen Fliegerhorstes Hopsten ein neuer Militärflugplatz errichtet. Für die Piloten wurde die General-Wever-Kaserne in Rheine gebaut und bis 2007 von der Bundeswehr betrieben. Die Kaserne besteht aus einem zirka 36,5 Hektar großen Areal. Das entspricht einer Größe von etwa 51 Fußballfeldern.

Erste Überlegungen für eine neue Nutzung, wie beispielsweise eine Nachnutzung als Hochschulstandort, konnten nicht realisiert werden. Im Sommer 2013 wurde – mit Unterstützung durch die landeseigenen Gesellschaft NRW.URBAN – eine umfangreiche Perspektivwerkstatt zu den Kasernenflächen in Rheine durchgeführt. Für die General-Wever-Kaserne wurden die Bereiche Wohnen, Dienstleis­tung und Nahversorgung als wesentliche Entwicklungspers­pektiven definiert.

2015 ist die Stadt Rheine gemeinsam mit der BIMA, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, in ein Wertermittlungsverfahren einstiegen. Ebenso wurde ein Umweltgutachten beauftragt. Erste Ergebnisse der gutachterlichen Verfahren werden ebenfalls am Montag. Konkrete Aussagen zu Grundstückspreisen werden indes noch nicht gemacht werden können. „Unser Ziel ist, realistisch vermarktbare Grundstückspreise anzubieten“, betont Martin Dörtelmann, Leiter der städtischen Stadtplanungsabteilung.

Die Termine im Überblick:

Am Montag (23. November) findet von 18.30 Uhr bis zirka 21.30 Uhr die Planungswerkstatt für Bürger im Stadtparkrestaurant, Bevergerner Straße 74, statt. Am Dienstag (24. November) erfolgt eine Diskussion mit Fachplanern und Architekten.

Am Mittwoch (25. November) folgt von 18.30 Uhr bis zirka 21 Uhr die öffentliche Vorstellung der Ergebnisse aus beiden Werkstätten im Stadtparkrestaurant, Bevergerner Straße 74. Die Veranstaltungen am 23. und 25. November sind öffentlich; eine Anmeldung ist nicht nötig.


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