Im Dialog mit der Moscheegemeinde Rheine

Dialog mit der Moscheegemeinde: Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann (M.), Vorsitzender und Integrationspreisträger Mustafa Kirgiz (4.v.l.), Emine Tiryaki (4.v.r.) und Iman Isa Akbiyik (3.v.r.). Foto: Stadtpressestelle Rheine

Rheine

Rheine. Angesichts der Terrorschläge in Paris hat Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann bereits am 17. November das Gespräch mit Vertretern der Moscheegemeinde in Rheine gesucht.

 

„Man hat das Gefühl, die Welt gerät aus den Fugen“, sagte Lüttmann rückblickend auf die schrecklichen Ereignisse. Es sei daher sein dringender Wunsch gewesen, darüber mit dem Imam, Isa Akbiyik, und dem Vorsitzenden der Moscheegemeinde, Mustafa Kirgiz, ins Gespräch zu kommen.

Diese zeigten sich tief betroffen über den Terror und die Gewalt und verurteilten die Anschläge der IS-Terroristen. „Wir sollten Seite an Seite in Frieden leben“, betonte der Imam. Er hob im Gespräch auch die Bedeutung des interreligiösen Dialogs hervor: „Nur wenn wir voneinander wissen und miteinander sprechen, können wir einander verstehen“, sagte Akbiyik, der seit mittlerweile zwei Jahren in Rheine lebt. Jedem, der beten oder einfach nur vorbeischauen wolle, stünden die Türen der Moschee jederzeit offen.

Ein Beweis dafür, dass die Moschee ein offenes Haus ist, ist seit vielen Jahren Emine Tiryaki. Sie ist Teil der Moscheegemeinde und engagiert sich für ein Miteinander der verschiedenen Kulturen, wofür sie im Jahr 2012 auch mit dem Bürgerpreis der Stadt Rheine ausgezeichnet wurde. Die Attentäter missbrauchen den Islam“, stellte Tiryaki klar. Sie sei geschockt über das, was in Paris passiert sei und ihre Gedanken seien bei den Opfern und deren Familien. Einige Mitglieder der Moscheegemeinde hätten sich am vergangenen Wochenende auch an der Menschenkette beteiligt, um ein Zeichen des Miteinanders und des Friedens zu setzen, berichtete Emine Tiryaki weiter.

„Es ist gut, dass wir den Dialog pflegen“, bedankte sich Lüttmann für den offenen Austausch. Obwohl der eigentliche Antrittsbesuch des Imans im Rathaus noch ansteht nutzte Isa Akbiyik zum Schluss des Gesprächs die Gelegenheit, Lüttmann zu seiner Wahl zu gratulieren und wünschte ihm Erfolg und Gesundheit. Auf Wunsch des Imams trug sich der Bürgermeister noch in das Gästebuch der Moscheegemeinde ein und brachte darin seine Wertschätzung für das gute Miteinander zum Ausdruck.


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