7.000 demonstrieren auf dem Borneplatz

Dienstagabend auf dem Borneplatz vor dem Rheiner Rathaus: Bis zu 7.000 Menschen demonstrierten am 91. Jahrestag der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler für ein weltoffenes Land und gegen Rechtsextremismus. Foto: Podszun

Rheine

Rheine (hp). „Rheine bleibt bunt“ war die Kundgebung überschrieben, zu der mehrere Organisationen und auch alle im Rat vertretenen Parteien am vergangenen Dienstag auf dem Borneplatz in Rheine aufgerufen hatten.

Augenscheinlich hatte eine große Anzahl Menschen diesen Aufruf auch so verstanden, eindeutig Stellung gegen Rechtsextremismus sowie die AfD und ihre Politik zu beziehen, wie die zahlreichen mitgeführten Banner und Plakate zeigten: „Wir sind die Mitte, und wir sind die Mehrheit“, war eines der Schlagworte der Kundgebung – „Rheine ist aufgestanden. Ich bin richtig stolz auf meine Heimatstadt“, sagte Rheines Bürgermeister Peter Lüttmann in seiner Rede auf der Kundgebung, und er rief dazu auf, auch bei den kommenden Wahlen, wie bei der Europawahl, Anfang Juni 2024, in den Wahlkabinen eindeutig Stellung für die Demokratie zu beziehen.

Mit rund 2.000 Demonstrantinnen und Demonstranten hatten die Organisatoren gerechnet – gekommen waren am Dienstagabend mindestens 6.500 bis 7.000 Menschen. Damit hatte sich Rheine eingereiht in die Welle der Kundgebungen gegen Rechts, die seit rund zwei Wochen durch ganz Deutschland und auch durch den Kreis Steinfurt rollt.

Zu den nächsten Kundgebungen wird am 4. Februar (Sonntag) in Emsdetten (Motto: „Emsdetten gegen Rechts“, 17 Uhr, Rathausplatz) und am 6. Februar (Dienstag) in Neuenkirchen (Motto: „Gemeinsam für Demokratie und Vielfalt“, 18 Uhr, Rathausvorplatz) aufgerufen.


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